Vielleicht ist manchem Kind noch gar nicht klar, dass eine so sorgenfreie Zeit wie gerade im späteren Leben selten wiederkommen wird. Spätestens in fortgeschrittenem Alter dürfte den Jungen und Mädchen bewusst werden, welche prägenden Erlebnisse ihnen die Sommerferien beschert haben. Vom Gefühl der Freiheit während der ersten Fahrradtour ohne Eltern bis zur Sommerromanze auf der Badewiese – an die schulfreie Zeit denken die allermeisten Erwachsenen gern, wenn auch mit einem Hauch Wehmut, zurück. Unsere Redaktion hat einige Moerserinnen und Moerser aus verschiedenen Altersgruppen gefragt, welche Erinnerungen sie mit ihren Schulferien als Kind verbinden.

Julia Zupancic, Bürgermeisterin von Moers

„Wir sind im Sommer immer nach Borkum gefahren – immer auf die Insel, immer in dieselbe Ferienwohnung. Ich war damals ein ‚Ponyhof-Mädchen‘. Deshalb war ich den ganzen Tag am Reitstall unterwegs. Tatsächlich haben sich damals auch Freundschaften ergeben, die noch bis heute bestehen. Wir sind eine Truppe aus vier Frauen, die seitdem wirklich gut befreundet sind. Ich habe die Ferien dort nicht nur deshalb immer sehr genossen und Borkum ist zu meiner zweiten Heimat geworden.“

  MO: Erste öffentliche Bürgersprechstunde, 15 bis 17 Uhr,  MOment mal — Triff die Bürgermeisterin!
Die Bürgermeisterin Julia Zupancic. © FUNKE Foto Services | Arnulf Stoffel

Detlef Steves, Reality-TV-Star und Tierschützer

„Oh mein Gott, die Sommerferien… Meine Freunde und ich sind immer mit dem Fahrrad zum Solimare gefahren – den ganzen Tag schwimmen, Matschbrötchen essen und danach auf jeden Fall ’ne Pommes… BMX-Radfahren, das war der Wahnsinn. Im Park gab es einen Hügel, über den sind wir immer rübergesprungen und haben uns die neuesten Kunststücke gezeigt. Sonst sind wir durch die Stadt geströppt, haben bei Horten auf der Treppe gesessen und Mädels kennengelernt. Der Sommer war für mich immer eine ganz besondere Zeit!“

Detlef Steves und Markus Grimm tragen sich in das "Goldene Buch" der Stadt ein
Detlef Steves.© FUNKE Foto Services | Rainer Hoheisel

Timo Wess, ehemaliger Hockeyspieler und zweifacher Olympiasieger

„Als Kind und Jugendlicher waren die Sommerferien für mich die schönste Zeit des Jahres. Meist verbrachten wir mit der Familie zwei bis drei Wochen in Frankreich, oft an der Atlantikküste. Die übrige Zeit war geprägt von viel Freiheit und Bewegung: In Moers spielte ich stundenlang Tennis auf Schulhöfen, Fußball auf den Bolzplätzen oder ging mit Freunden ins Solimare zum Schwimmen. Häufig verbrachte ich außerdem eine Woche bei meinen Großeltern in Köln. Als ich älter wurde, kamen immer mehr Hockeylehrgänge hinzu, die meine Sommerferien zusätzlich prägten.“

Moers
Timo Wess. © - | MAREEN_FISCHINGER (für Crolla L

Davit Arican, TV-Gartenexperte

„Wenn ich nicht mit meinen Eltern – mein Vater ist Türke, Mama ist Deutsche – in der Türkei im Urlaub war, war ich sehr oft mit meinen Freunden im Solimare. Ansonsten war ich ganz viel auf Fußballplätzen unterwegs. Weil in der Ferienzeit ja keine Spiele mit unserem Fußballverein stattgefunden haben, sind wir immer in Asberg auf den Abenteuerspielplatz gegangen, haben den ganzen Tag gebolzt und danach sehr, sehr viel Eis gegessen.“

Moers: Davit Arican, wie kann Moers grüner werden?
Der Moerser TV-Gärtner Davit Arican.© FUNKE Foto Services | Karl Banski

Markus Grimm, Autor und Musiker

„Als Kind waren die Sommerferien immer etwas Besonderes. Zwei Wochen verbrachte ich auf dem Schubschiff meines Vaters, der als Kapitän auf dem Rhein, zwischen Duisburg, Rotterdam und weiter unterwegs war. Anschließend ging es zum Urlaub an die Nordsee in den kleinen Ort Welt bei St. Peter-Ording. Bis 1994 gehörten außerdem die Tummelferien fest zu meinen Sommerferien. Wenn ich heute daran zurückdenke, sind das viele schöne Erinnerungen an eine unbeschwerte Zeit, die ich nicht missen möchte.“

Detlef Steves und Markus Grimm tragen sich in das "Goldene Buch" der Stadt ein
Markus Grimm, Wurstfluencer, Autor, Musiker.© FUNKE Foto Services | Rainer Hoheisel

Fabian Kleinert, Fußball-Content-Creator „Classcloown“ auf Tiktok

„Meine Sommerferien waren mega! Das Solimare war mein absoluter Lieblingsort. Springerturm, Wellenbecken, Rutschen – wir haben da einfach die ganze Zeit verbracht. Dann habe ich mit Freunden noch viel Fußball beim TV Asberg auf dem Rasenplatz gespielt. Und wir waren auf dem Spielplatz an der Voßrather Straße in der Mattheck, wo wir aufgewachsen sind. Da waren wir von morgens bis abends, haben Nintendo und Pokémon gespielt, Fußball oder Verstecken. Es war eine super Kindheit in Moers!“

In Moers  Fabian Kleinert hat über 110.000 Follower auf Instagram
Fabian Kleinert alias „Classcloown“.© FUNKE Foto Services | Volker Herold

Brigitte Balzer, Bewohnerin im Seniorenstift Bethanien

„Ich wurde 1954 in Moers geboren. In meiner Kindheit verbrachte ich die Ferien immer mit meinen Eltern. Wir sind gern in den Urlaub gefahren – und sind wir mal nicht weggefahren, machten wir Ausflüge in Moers und Umgebung, zum Beispiel Fahrradtouren an den Uettelsheimer See und an den Waldsee oder wir besuchten den Moerser Stadtpark. Gern sind wir auch in Moers einkaufen gegangen und haben im Anschluss ein Eis bei Wilbers gegessen. Außerdem gingen wir oft und gern in das Moerser Hallenbad zum Schwimmen. Das war auch immer schön.“

Brigitte Balzer.
Brigitte Balzer.© Krankenhaus Bethanien Moers | Krankenhaus Bethanien Moers