Lange war sie vergessen: Mit der Wiederentdeckung ihres Nachlasses wird die Malerin Christel Runne (1894–1981) aber erneut sichtbar. Die in Witten geborene Künstlerin, die an der Kunstgewerbeschule Düsseldorf ausgebildet wurde, entwickelte in den 1920er Jahren im Umfeld der frühen Moderne eine eigenständige, expressive Bildsprache. 

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Christel Runne war in den 1920er-Jahren in der westfälischen und rheinischen Kunstszene präsent und zeigte ihre Arbeiten auf zahlreichen Ausstellungen. Ihre Motive und Kompositionen bezeugen eine Künstlerin, die den Impulsen ihrer Zeit offen begegnete und daraus eine individuelle, künstlerisch geschlossene Position formte. Nicht selten zeigen ihre Bilder starke Frauen.

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Eine Ausstellung mit dem Titel „Imagination einer Frau“ in der Galerie d‘Hamé an der Schloßstraße 29 (Gerold d‘Hamé sichtete den Nachlass) macht Werke aus den 1920er und 1930er Jahren erstmals wieder in größerem Zusammenhang zugänglich. Ergänzt durch neu erschlossene Briefe, Notizen und Fotoalben zeichnet sie das Bild einer emanzipierten Künstlerin. Die Ausstellungseröffnung in Mülheim ist am Samstag, 30. Mai, um 19.30 Uhr (Dauer: bis 5. September). Einführende Worte spricht Dr. Burkhard Biella (Museum St. Laurentius). Das musikalische Rahmenprogramm bestreitet Gabriele Gräfe, Violine.

Die Ausstellung wird parallel an drei Orten gezeigt und macht Christel Runne so überregional neu sichtbar: Zu sehen sind Arbeiten von ihr auch im Museum St. Laurentius in Duisburg und im Stadtmuseum Münster („Münsters Malerinnen“).