Die Feinkost-Kette Oil & Vinegar steckt in der Krise: Am 21. Mai hat das Amtsgericht Cochem das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Francisco Deutschland GmbH angeordnet, die die Marke hierzulande betreibt. Betroffen sind 19 eigene Läden, drei Franchise-Standorte und rund 80 Beschäftigte – sind nun alle Filialen, auch jene im Mülheimer Rhein-Ruhr-Zentrum (RRZ) geschlossen?

Feinkost-Kette Oil & Vinegar meldet Insolvenz an: Das bedeutet es für Mülheim

Nein, die Kundschaft kann weiterhin in den Filialen der Feinkost-Kette einkaufen: „Der Geschäftsbetrieb in sämtlichen Filialen sowie am Unternehmenssitz in Cochem läuft uneingeschränkt weiter. Alle Oil & Vinegar-Läden sollen geöffnet bleiben“, heißt es online in einer Pressemitteilung. Beratung und Verkauf laufen also auch im RRZ weiter. Der Onlineshop ist allerdings vorübergehend eingestellt. Online sind keine Produkte gelistet und Bestellungen nicht möglich.

Ursachen gibt es wohl mehrere: Wie viele Händler spürt Oil & Vinegar offenbar die Folgen hoher Energiekosten, der Inflation und einer spürbaren Kaufzurückhaltung. Ausschlaggebend sei jedoch die Lage der niederländischen Muttergesellschaft: Die Assisi BV aus Oosterhout hat bereits im April in den Niederlanden Insolvenz beantragt, die deutsche Gesellschaft zieht nun nach.

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Für Beschäftigte sei die Finanzierung vorerst gesichert, heißt es in der Mitteilung. Löhne und Gehälter werden für Mai bis Juli über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgedeckt. „Eine Insolvenzgeldvorfinanzierung ist aufgesetzt, sodass die Mitarbeiter in Kürze die Zahlung ihrer Bezüge für den Mai erwarten dürfen.“

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Ob alle Arbeitsplätze erhalten bleiben, hängt von anstehenden Sanierungsgesprächen mit Vermietern, Lieferanten und Banken ab. Ziel des Insolvenzverwalters ist es, das Unternehmen sowie möglichst viele Jobs zu retten. Auch andernorts bleiben die Läden vorerst geöffnet, unter anderem in Berlin, Bochum, Dortmund, Dresden, Duisburg, Kleve, Köln, Oldenburg, Recklinghausen und Wuppertal.