Eine dreiköpfige Familie, beide Eltern sind berufstätig, und dennoch werden die steigenden Mieten für sie zu einer immer größeren finanziellen Last. Eine aktuelle Auswertung des Portals Immowelt zeigt: In bald der Hälfte der 107 kreisfreien Städte in Deutschland verschlingen die Kosten für eine 90-Quadratmeter-Wohnung mehr als 30 Prozent des verfügbaren Einkommens. Mülheim liegt noch deutlich unterhalb dieser Marke.

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Am größten ist das prozentuale Missverhältnis in München, wo gleich 42 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens in die Mietzahlungen fließen. Auch Berlin (38,3 Prozent) und Potsdam (37,1) sind vorne dabei. Wolfsburg ist dank seines hohen Durchschnittseinkommens und gleichzeitig eines moderaten Mietniveaus der Spitzenreiter im „Leistbarkeitsranking“. In der Autostadt machen die Wohnkosten nicht einmal 18 Prozent am Einkommen aus.

Längst sind nicht mehr nur Metropolen betroffen

München? Berlin? Die Statistik zeigt, dass sich die Mietkrise längst nicht mehr nur auf die Metropolen beschränkt. Auch kleinere Groß- und Mittelstädte sind betroffen. In 48 von 107 kreisfreien Städten – also beinahe in jeder zweiten – wird die kritische 30-Prozent-Marke für die Wohnkostenbelastung überschritten.

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„Die finanzielle Überlastung durch die Miete ist längst kein Problem mehr, das auf die Metropolen begrenzt ist. Die deutlichen Anstiege von Mieten und Nebenkosten in den vergangenen Jahren haben dafür gesorgt, dass Familien inzwischen auch in kleineren Städten einen erheblichen Teil des verfügbaren Einkommens für die Wohnkosten ausgeben müssen”, sagt Immowelt-CEO Theo Mseka, der ergänzt: „Gleichzeitig bestehen bei der Wohnkostenbelastung nach wie vor erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Städten.“

So sehen die Zahlen in Mülheim aus

In Mülheim ist sie noch vergleichsweise moderat. Hier müssen Familien im Schnitt 1.013 Euro für eine 90 Quadratmeter große Mietwohnung bezahlen, während das verfügbare Einkommen auf 4.168 Euro taxiert wird. Mülheimer Familien bleiben demnach über 3.000 Euro im Monat zum Leben, während für die Warmmiete 24,3 Prozent des Nettoeinkommens draufgehen – das bedeutet Platz zwölf im Ranking der 107 Städte.