Es ist ein außergewöhnliches Schauspiel am Himmel über London: Der Zeppelin „Hugo“ vom Flughafen Essen-Mülheim mit großem Goodyear-Schriftzug auf seiner Hülle fliegt mitten über die Innenstadt der Millionenmetropole. Da das 75 Meter lange Luftschiff langsam und lediglich 300 Meter über Grund unterwegs ist, bleibt tausenden Passanten viel Zeit, diesen spektakulären Anblick über der britischen Hauptstadt zu bestaunen. Die Themse entlang geht es für „Hugo“ via Tower Bridge, Big Ben, Westminster, Buckingham Palace und quasi auf Augenhöhe mit den Angestellten im berühmten Hochhaus „The Shard“ im Schleichflug über die Stadt.

Täglich (außer Samstag)
Mülheim-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Das normalerweise im Sommer am Flughafen Essen-Mülheim stationierte und am Bodensee beheimatete Luftschiff kam am vergangenen Dienstag aus Mülheim via Calais in Frankreich nach England. Vom kleinen Flugplatz Damyns Hall fliegt es nun mehrere Tage lang im Auftrag des Goodyear-Konzerns über London, aber auch über das berühmte Landgut Goodwood und das „Festival of Speed“ auf dessen Rennstrecke. Wohl um den 16. Juli ist „Hugo“ dann wieder zurück an seinem Heimatflughafen.
Pilotin Kate Board steuert Mülheimer Zeppelin über Londoner Himmel
Nach dem Warmlaufen der drei Motoren gibt der Pilot in diesen Julitagen der Bodencrew am kleinen Grasplatz Damyns Hall nordöstlich von London das Zeichen zum Abheben. Steil steigt das Luftschiff gen Himmel. Bereits direkt nach dem Abheben ist das nahegelegene London in Sicht. Im Cockpit sind Flugkapitän Marko Hollerer und Flugkapitänin Kate Board am Steuer des Luftschiffs.
Da Kate Board gebürtige Britin ist, kann sie den Funkverkehr mit den englischen Fluglotsen entspannt absolvieren – und diese freuen sich wiederum vermutlich, wenn an Bord eines deutschen Zeppelins eine Pilotin in heimischer Mundart zu hören ist. Zusätzlich ist auch Zeppelin-Chefpilot Fritz Günther vom Bodensee mit an Bord.

Da der Luftraum über London zu den am dichtesten beflogenen in Europa gehört und auch der Stadtflughafen der Metropole direkt in der Innenstadt an der Themse liegt, heißt es gut aufpassen für die Piloten am ungewohnten Einsatzort. Dafür gibt es spektakuläre Einblicke für Crew und die Passagiere von „Hugo“ – denn auch ein Trip über das laufende Tennisturnier von Wimbledon steht auf seinem Einsatzplan, bis es via Ärmelkanal und Calais wieder zurück nach Mülheim geht.




