Mit dem Projekt „Zuhören“ entwickeln das soziokulturelle Kunsthaus Makroscope, die Gruppe Ruhrorter sowie das Theater an der Ruhr ein Kooperationsprojekt für die ruhrgebietsweite Biennale „Manifesta 16“. Es ist ein partizipatives Klang- und Begegnungsformat, das auf die zunehmende Schließung kirchlicher Gemeinschaftsräume reagiert.

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Ausgangspunkt ist die Aufgabe von St. Engelbert durch die Gemeinde in Eppinghofen. Für eine Übergangszeit wird die Kirche zu einem Ort, an dem Zuhören zur sozialen Praxis wird. Jeder und jede kann vorbeikommen und sich äußern. Es soll um Wünsche nach alten und neuen Formen von Gemeinschaft und geteilter Fürsorge gehen. Mittels Interviews, Field-Recordings und Chorgesängen geht das Projekt all dem nach und bringt an fünf Tagen ein „lebendiges Stimmenarchiv“ in der Kirche zur Aufführung.
Hörspiel vereint viele Stimmen: Wünsche werden laut
Zum Auftakt von „Zuhören“ am Mittwoch 15. Juli, ab 18 Uhr ist das Publikum in St. Engelbert eingeladen, den ersten von vier Teilen eines gleichnamigen Hörspiels zu hören. Ein Spiel aus Stimmen, die von den Anfängen der Kirche erzählen, aber auch von Orten, die sich gerade verwandeln. Es geht um Rituale der Versammlung, ihre Klänge und Räume und um die Frage, was Kirche noch sein kann.
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Im Anschluss daran singt der Experimentalchor „Glossa“, der die Zuhörer „in Zwischenräume des Gesagten führt“. Die Manifesta-Tage sind unterschiedlich gestaltet, am Sonntag, 19. Juli, um 12 Uhr wird eine Kirchenführung mit dem Architekten Steffen Börgmann angeboten, danach kann man einen musikalischen Beitrag von Birgit Höfer, langjährige Organistin in St. Engelbert, genießen, bevor ein runder Tisch aufgemacht wird.
Die Manifesta in St. Engelbert läuft am 15., 16. und 17. Juli von 18 bis 21 Uhr, am 18. Juli von 16 bis 21 Uhr sowie am 19. Juli von 12 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. Infos zum genauen Programm unter theateranderuhr.de







