Es war ein Schock auch für diejenigen, die an dem warmen Sommerabend im Juni 2025 an der Ruhr nahe dem Hafenbecken unterwegs waren: Ein Paar war von der Schlossbrücke in den Fluss gesprungen, die Frau tauchte nicht mehr auf. Sie überlebte den Badeunfall nicht. Mehrere Passanten hatten versucht, die Mülheimerin zu retten – darunter auch Soheib Benhamza und Murat Yel, die nun ein weiteres Mal für ihre beherzte Hilfe ausgezeichnet worden sind.

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Ohne zu zögern hatten vier junge Männer am 30. Juni vergangenen Jahres reagiert, die zu dem Zeitpunkt mit einem Tretboot auf der Ruhr unterwegs waren. Soheib Benhamza, Murat Yel und ihre Freunde hörten die Hilferufe und sahen, in welch lebensgefährlicher Situation sich die beiden Menschen befanden, die kurz vorher von der Schlossbrücke ins Wasser gesprungen waren. Umgehend lenkten sie ihr Tretboot in Richtung der Verunglückten.
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„Wir haben einen Moment gebraucht, um zu realisieren, was da passiert. Dann sind Murat und ich ins Wasser gesprungen. Die beiden anderen steuerten das Boot“, schilderte Soheib Benhamza kurz nach der Rettungsaktion. Benhamza, der bei der DJK Blau-Weiß Mintard als Fußballer aktiv ist, und Murat Yel konnten zunächst den Mann retten, aufs Tretboot ziehen und suchten trotz der unübersichtlichen Lage weiter nach der Frau.

„Im ersten Moment hatten wir auch keine Angst, weil wir schon mehrmals vom Boot in die Ruhr gesprungen waren“, sagt Benhamza. Das änderte sich aber von Minute zu Minute. „Wir haben viel Wasser geschluckt und die Strömung war stark, aber wir wollten nicht aufgeben.“ 20, 30 Meter vom Ufer entfernt fanden sie schließlich auch die Frau und zogen sie ans Ufer. „Dann kam schon jemand von der Feuerwehr und hat uns geholfen.“ Für die 43-Jährige aber kam jede Hilfe zu spät. Beide Verunglückten hatten sich bei dem Sprung schwerste Verletzungen zugezogen.
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Der Mann konnte nach Aussage der Bezirksregierung Düsseldorf reanimiert werden und überlebte, die Frau starb später im Krankenhaus. „Das Gesicht der Frau werde ich nie vergessen“, hatte Benhamza damals gesagt. Es sei den Mülheimer Freunden zu verdanken, dass der Mann überlebte, hieß es jetzt bei der Feierstunde anlässlich der Belobigung der Lebensretter im Schlösschen der Bezirksregierung Düsseldorf.
Für ihren außergewöhnlichen Einsatz für Menschen in Gefahr zeichnete Regierungspräsident Thomas Schürmann insgesamt sieben Retterinnen und Retter aus, darunter Soheib Benhamza und Murat Yel aus Mülheim. „Mit ihrem entschlossenen Handeln haben Sie Leben gerettet“, würdigte Thomas Schürmann die Taten.
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„Sie alle haben in einem entscheidenden Moment nicht weggeschaut, sondern gehandelt. Sie haben Mut bewiesen, Verantwortung übernommen und Menschen in größter Not geholfen. Diese Selbstlosigkeit verdient höchsten Respekt und Anerkennung“, sagte der Regierungspräsident. Im Frühjahr waren die Mülheimer Lebensretter bereits von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) mit der Medaille für „Rettung aus Lebensgefahr“ für ihren selbstlosen Einsatz geehrt worden.











