Als in Berlin Ende Juni der Deutsche Bauherrenpreis vergeben wurde, machten sich auch Verantwortliche der Stadt Mülheim Hoffnung, zu den fünf Preisträgern oder den drei Gewinnern des Sonderpreises zu gehören. Dazu sollte es nicht kommen, ein besonderes Neubauprojekt schaffte es aber zumindest unter die ersten 30.

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Bundesweit hatten sich 176 Projekte für den wichtigsten Preis im deutschen Wohnungsbau beworben. Dieser wird seit 1986 vom Spitzenverband der Wohnungswirtschaft, dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten sowie dem Deutschen Städtetag vergeben. Die Jury unter dem Vorsitz des früheren Hamburger Oberbaudirektors Jörn Walter nominierte schließlich 30 Projekte.

Das entstand in Mülheim für rund 26 Millionen Euro

Dazu gehörte auch das sogenannte „EliQ“. Dahinter verbirgt sich der Umbau der Elisabeth-Selbert-Straße am Rande von Mülheim-Eppinghofen. Dort wurde ein Wohnquartier aus den 1960er Jahren grundlegend transformiert. Für 26 Millionen Euro entstanden sechs Mehrfamilienhäuser mit 72 Wohnungen.

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Das Besondere an dem neuen Wohnquartier ist die Tatsache, dass es von der Elisabeth-Selbert-Straße ringförmig eingeschlossen wird, was ihm einen speziellen Inselcharakter verleiht. Aufgrund des starken Gefälles – das Gelände fällt in Richtung Süden um fast acht Meter ab – konnten zwei Tiefgaragen kosteneffizient integriert werden. Die darüberliegenden Flächen sind begrünt und öffentlich zugänglich. Sie bringen Aufenthaltsqualität in den zuvor nahezu ungenutzten Freiraum und schaffen eine neue Quartiersmitte.

„Durch die Kombination aus Alt und Neu ist in Mülheim ein ganzheitliches, modernes Quartier mit einer gemeinsamen Identität und hohen Aufenthaltsqualitäten entstanden“, heißt es in der Begründung zum Deutschen Bauherrenpreis.