Immer mehr Autos sind in Mülheim und der Region unterwegs, doch die Straßen sind mitunter schon jetzt nicht mehr leistungsfähig – das bemängelt die Industrie- und Handelskammer zu Essen, die auch für Mülheim und Oberhausen zuständig ist. Die aktuelle Sperrung der A40 zwischen Mülheim und Essen und weitere anstehende Bauarbeiten stellen für hiesige Betriebe eine Belastung dar, so die IHK.

Täglich (außer Samstag)
Mülheim-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
„Die Verkehrssituation ist bereits seit langer Zeit ein großer Wettbewerbsnachteil für die MEO-Region. Nicht erst die Ergebnisse unserer Wirtschaftsgespräche haben gezeigt, dass unsere Unternehmen mit der Infrastruktur äußerst unzufrieden sind“, schildern die Experten der IHK. Verlässliche Verkehrsverbindungen seien hingegen die Basis für Produktionsprozesse – Mitarbeitende, Dienstleister sowie Kunden müssten Betriebe und Einzelhandel gut erreichen können.
Mehr Autos und Baustellen in Mülheim: IHK sieht Nachteile für Betriebe
Die angekündigten Baumaßnahmen auf Straße und Schiene seien notwendig und richtig, so die IHK. „Dennoch erwarten wir einen Stresstest für unsere Unternehmen, der sich auf mehrere Zeiträume verteilt.“ Die steigende Anzahl an Autos in der MEO-Region sorge für immer mehr innerstädtischen Verkehr. Die Pkw-Dichte ist der IHK zufolge in Mülheim im Zehn-Jahres-Vergleich um 5,4 Prozent gestiegen. Gab es 2016 noch 534 Autos je 1000 Einwohner, waren es 2025 bereits 557 und in diesem Jahr aktuell 563 Pkw. Auch Mülheims Nachbarstädte haben zugelegt: Essen verzeichnet ein Plus von 9,9 Prozent, Oberhausen einen Anstieg von 7,2 Prozent.
Lesen Sie auch
Die IHK sieht ein weiteres Problem für Betriebe vor Ort: „Durch lange Einschränkungen auf den Schienen wird es auf den Straßen im Ruhrgebiet noch voller.“ Für den Sommer 2027 plant die Deutsche Bahn zudem zwischen Anfang Juli und Mitte Oktober zwischen Duisburg und Dortmund eine umfangreiche Sanierung. Der Zugverkehr dürfte dann auf weiten Teilen zum Erliegen kommen – aus Sicht der IHK in Kombination mit der steigenden Pkw-Dichte „ein massives wirtschaftliches Mismatch“.







