Dem „Chaos“ widmet sich in der Spielzeit 26/27 das Theater an der Ruhr (TaR) - und damit „einem Zustand, der Ausgangs- oder Endpunkt sein kann, der verängstigen kann, aber auch neue Wege öffnet“.

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Los geht es von 17. bis 20. September mit einem Theater- und Cyberfest. Vier Tage lang bewegen sich Kunstschaffende und Publikum zwischen Realität und virtueller Welt. „Wir fragen: Wo führen sie uns hin, die synthetischen Intelligenzen und digitalen Welten? Totale Kontrolle, Unsterblichkeit, Rettung der Welt, Non-Human-Future oder endgültiges Chaos?“, heißt es in einer ersten Ankündigung des TaR.  

Virtual Reality trifft Theater: Künstler sprengen Grenzen der Wirklichkeit

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Internationale Künstlerinnen und Künstler zeigen Theater, Virtual Reality, Performances, Konzerte und Installationen, „die unsere Vorstellungen von Mensch, Maschine und Wirklichkeit herausfordern“. Darunter ist auch das Virtual-Reality-Erlebnis „.BLUR“ von PHI Studio (Kanada), Riverbed Theatre (Taiwan) und Onassis Culture. Es war der Hit bei der Kunstbiennale Venedig 2025.

Unterhaltsam und präzise führt es „durch surreale Räume, in denen Erinnerung, Verlust und Identität körperlich erfahrbar werden“. Zum zweiten Mal laden Theater an der Ruhr, Akademie für Theater und Digitalität und das Mirevi Lab außerdem zu einem öffentlichen Symposium zu Theater und Technik mit vielen Fachleuten ein.

PK  2 Chulli Premieren bei Utopie 2
Grand Seigneur Roberto Ciulli (92) inszeniert wieder. Im November hat sein Stück  „Lenz. Jahrmarkt der Verlorenen“ nach Georg Büchner Premiere in Mülheim.© FUNKE Foto Services | Dirk A. Friedrich

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Drei Spielinseln im Mülheimer Theater: Auch ein „Thriller“ nach Brecht ist dabei

Die drei Theaterinseln der Spielzeit 2026/27 verteilen sich auf das Jahr wie folgt: „Chaos 1“ lockt vom 6. November bis 12. Dezember 2026 mit drei Premieren. Am Freitag, 6. November, wird „Lenz. Jahrmarkt der Verlorenen“ nach Georg Büchner in der Regie von Roberto Ciulli und Dijana Brnić zu sehen sein. Es soll „ein traumwandlerischer Abend durch die Welt von Georg Büchner“ werden. Am Freitag, 13. November, wird „Rage“ von Alina Sobotta, Anna Deborah Disse und Menschen aus Mülheim uraufgeführt (Regie: Alina Sobotta, Performance: Anna Deborah Disse). Es geht um rebellische Wuterfahrungen und die Frage: Was versetzt uns in Rage?

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Das „Leben des Galilei“ von Bertolt Brecht, mit Musik von Hanns Eisler und Mauro Martinuz (Regie: Simone Derai von Anagoor) wird am Freitag, 27. November, erstmals zu sehen sein. Es ist „ein Stück wie ein Thriller über die bedrohliche Kraft der Erkenntnis, die gnadenlose Verteidigung der Macht sowie über Wahrheit und Lüge, Leidenschaft und Angst“.

Die Spielinsel „Chaos 2“ folgt dann vom 11. Februar bis 18. April 2027 (Theaterferien: 22. März bis 7. April). Informationen dazu gibt es ab Oktober auf theateranderruhr.de. „Chaos 3“ ist wieder als Open-Air-Festival geplant (25. Juni bis 18. Juli 2027).