+++ UPDATE +++ Die Polizei meldete am 19. August, dass die 52-Jährige wohlbehalten angetroffen worden sei. Man bedanke sich bei der Bevölkerung für die Mithilfe bei der Suche, hieß es.

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Unserer letzter Bericht vom 18. August: Im Fall der vermissten Birsana B. gibt es neue Erkenntnisse: Die seit dem 10. August vermisste Frau wurde offenbar noch vier Tage später „in Begleitung“ in einer Eisdiele am Forum Mülheim gesehen. Zugleich korrigiert die Polizei ihre bisherigen Angaben zum Gesundheitszustand der 52-Jährigen.

Im öffentlichen Fahndungsaufruf vom 14. August hatte es noch geheißen, Birsana B. leide an Demenz und könne sich zeitlich und örtlich nicht orientieren. Nach dem aktuellen Erkenntnisstand der Ermittler ist eine Demenzerkrankung jedoch nicht ärztlich bestätigt.

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Vermisste Birsana B. verließ Wohnung „bewusst und eigenständig“

„Nach aktuellem Erkenntnisstand ist davon auszugehen, dass die vermisste Person entgegen erster Erkenntnisse nicht an einer Demenzerkrankung leidet und sie die Wohnung bewusst und eigenständig verlassen hat“, teilte die Polizei am Dienstag, 18. August, auf Anfrage mit.

Der Neffe der Vermissten, Zejnel Durmishi, hält dagegen an der bisherigen Darstellung fest. Ihm und seiner Familie sei in einem Essener Krankenhaus von einer Ärztin gesagt worden, dass seine Tante Demenz habe, versicherte er. Dort sei Birsana B. untersucht worden, nachdem die Polizei sie bei einem früheren Verschwinden an einer Autobahn gefunden habe. Die 52-Jährige war in der Vergangenheit offenbar bereits mehrfach verschwunden, allerdings laut Angaben der Familie bislang nie über einen längeren Zeitraum.

Ermittler halten Maßnahmen wegen psychischer Erkrankung aufrecht

Durmishi schildert seine Tante als Frau, die immer wieder die Orientierung verliere, verwirrt sei. „Sie ist krank im Kopf“, fasst er ihren Gesundheitszustand am Dienstag noch einmal plakativ zusammen. „Sie ist gewissermaßen wie ein kleines Kind“, hatte er in einem früheren Gespräch mit der Redaktion erklärt.

Auflösen lässt sich der Widerspruch derzeit nicht. Allerdings scheint es wahrscheinlich, dass die 52-Jährige psychisch nicht gesund ist. Auch die Pressestelle der Polizei versichert daher: „Aufgrund einer möglichen anderweitigen psychischen Erkrankung und einer damit verbundenen möglichen Eigengefährdung hält die Polizei die Maßnahmen aufrecht.“

Aufgrund einer möglichen anderweitigen psychischen Erkrankung und einer damit verbundenen möglichen Eigengefährdung hält die Polizei die Maßnahmen aufrecht.

Polizei Mülheim/Essen

Polizei weitet Fahndung auf Nachbarstädte und Krankenhäuser aus

Die Behörde spricht darüber hinaus von umfangreichen Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen, die vor allem im regulären Streifendienst durchgeführt worden seien. Die Suche habe sich dabei nicht auf Mülheim beschränkt, sondern sich „auch auf angrenzende Städte“ erstreckt. Zudem stehe man im Rahmen der Fahndung mit verschiedenen Einrichtungen und „zahlreichen Krankenhäusern“ in Kontakt.

Zurückhaltender äußert sich die Polizei zur Auswertung von Überwachungskameras, etwa an Bahnhöfen. Die Sichtung „vorhandener und für den Vermisstenfall relevanter“ Aufnahmen „kann Bestandteil der Ermittlungen sein“, heißt es dazu lediglich.

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Polizeihubschrauber war bislang nicht im Einsatz

Auch auf den Einsatz eines Polizeihubschraubers wurde bislang verzichtet; ein solcher Einsatz erfolge grundsätzlich „lage- und erkenntnisabhängig“. Im vorliegenden Fall habe man sich nach Bewertung der bekannten Umstände zunächst dagegen entschieden. Die laufenden Maßnahmen würden jedoch „fortlaufend überprüft“ und bei neuen Erkenntnissen angepasst.

Bereits am 10. August, dem Tag des Verschwindens der 52-Jährigen, sei eine polizeiliche Vermisstenfahndung eingeleitet worden. Vier Tage später erweiterte die Polizei die Suche um eine Öffentlichkeitsfahndung mit Foto. Eine feste Frist für diesen Schritt gebe es nicht. Die Entscheidung falle „stets anhand der Umstände des Einzelfalls“ – berücksichtigt würden dabei insbesondere die persönlichen Umstände der vermissten Person, die vorliegenden Erkenntnisse, die Gefährdungslage sowie Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit einer solchen Fahndung.

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Vermisste Birsana B.: Familie sucht weiterhin nach der 52-Jährigen

Auch die Familie sucht weiterhin nach Birsana B. Ihr Neffe hatte zuletzt mit Freunden und Bekannten die Umgebung um den Wohnort an der Zeppelinstraße sowie zentrale Orte in Mülheim, Essen und Oberhausen abgesucht.

Birsana B. ist etwa 1,60 Meter groß und hat schulterlange dunkle Haare. Ein auffälliges Merkmal ist, dass sie keine sichtbaren Zähne hat. Zuletzt trug sie ein dunkelgrünes T-Shirt, eine dunkelrote Hose und dunkle Schlappen der Marke Nike. Hinweise nimmt die Polizei Essen unter 0201/8290 oder per E-Mail an hinweise.essen@polizei.nrw.de entgegen.