Am Mittwochvormittag herrscht reger Trubel am Oberhausener Hauptbahnhof. Auf dem Willy-Brandt-Platz versammeln sich viele Passanten um ein völlig demoliertes Auto. Die Frontscheibe des VW Touareg ist komplett zersplittert, das Blech völlig beschädigt. Scherben liegen im Fußraum. Dieses Unfallfahrzeug hat die Oberhausener Polizei mitgebracht.

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Unter dem Motto „Verantwortung stoppt Vollgas“ machen die Polizeibeamten auf die Gefahr von Raserei und illegalen Autorennen aufmerksam. Besonders richtet sich die eindrucksvolle Schau an junge Fahranfängerinnen und Fahranfänger. „Wir wollen keine Angst machen, sondern die jungen Menschen einfach nur ein bisschen wachrütteln“, erklärt Polizeioberkommissarin Tamara Windelschmidt.
Oberhausener Polizei zeigt Unfallauto: Fahrer starb vor Ort
Hinter dem mitgebrachten Fahrzeug steckt viel mehr als nur ein Totalschaden am Blech. Es ist das tödliche Schicksal eines Familienvaters. Der 46-Jährige kam in diesem Fahrzeug bei einem illegalen Autorennen im Kreis Gütersloh ums Leben. „Der Fahrer ist mit 160 km/h von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt“, schildert die Polizeioberkommissarin. Der Mann starb direkt vor Ort. Er hinterließ seine 44-jährige Frau und sein neunjähriges Kind.
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Ein Bildschirm neben dem Unfallfahrzeug am Oberhausener Hauptbahnhof zeigt weitere Fotos von schweren Verkehrsunfällen. Alle wurden durch ein zu hohes Tempo verursacht. Wer einen Blick auf den Unfallwagen wirft, dem erzählen die Beamten die schreckliche Geschichte dahinter. Sie wollen die Menschen erreichen. Wachrütteln.
Polizistin warnt: Junge Menschen sind besonders häufig an Autorennen beteiligt
Polizeioberkommissarin Tamara Windelschmidt erklärt, dass besonders häufig junge Fahrerinnen und Fahrer mit zu hohen Geschwindigkeiten unterwegs seien. Zu illegalen Autorennen käme es zwar vermehrt in ländlicheren Regionen, doch auch in Städten wie Oberhausen rückt die Polizei immer wieder zu solchen Verkehrsunfällen aus.
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Am Freitag, 3. Oktober 2025, zum Beispiel. Da prallte ein 21-jähriger Oberhausener gegen einen Baum. Vor Ort ergaben sich für die Polizisten keine Hinweise auf Drogen- oder Alkoholkonsum. Dass der Unfallfahrer zu schnell unterwegs war, konnte bei der Unfallaufnahme nicht ausgeschlossen werden.
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Die eindrucksvolle Aktion am Oberhausener Hauptbahnhof kommt bei der Bevölkerung gut an. „Ich finde das super, dass Sie das machen“, lobt eine Fußgängerin. Und vielleicht bleibt nach der Veranstaltung nicht nur das Lob bei den Veranstaltern hängen. Sondern auch bei den Autofahrern, dass sie im Verkehr Verantwortung übernehmen, statt Vollgas zu fahren.






