Oberhausener Henrik Michels ärgert sich inzwischen fast täglich über „die unhaltbaren Zustände an den städtischen Sammelcontainern“. Fast meterhoch türmten sich Kartonagen und Altpapier bereits neben dem Behälter an der Vestischen Straße auf. Die Stadt kündigt zumindest für diesen Standort jetzt eine Lösung an.

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Was Henrik Michels besonders schlimm findet: „Papier und Kartonagen können nun nicht mehr dem Recycling-Kreislauf zugeführt werden, da sie neben dem dort ebenfalls illegal entsorgten Restmüll bei der täglichen Reinigung der Stellplätze in der Verbrennungsanlage landen.“ Die Lebensqualität der Anwohner leide nachhaltig unter der andauernden Vermüllung und Verwahrlosung. „Ratten sind dort ebenfalls regelmäßig zu beobachten und finden ideale Lebensbedingungen vor.“

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Die Anzahl der Altpapiercontainer an den Sammelplätzen sollte entweder drastisch erhöht werden, schlägt der Oberhausener vor. „Weil allein durch den Versandhandel die Anzahl der Kartonagen stetig zunimmt.“ Alternativ könnte die Stadt diese Container auch vollständig abschaffen und dafür in allen Haushalten die blaue Tonne einführen. Das würde Zeit und Geld sparen.

Baustelle verhindert Müllabfuhr – Zugang zu Containern wieder frei

Auf eine Anfrage des Oberhauseners hin heißt es jetzt (in einem dieser Redaktion vorliegenden Schreiben) von Umweltbereichsleiter Markus Werntgen-Orman zu diesem Fall: Insbesondere die Situation an der Vestischen Straße habe sich dadurch verschärft, dass die Müllabfuhr durch die dortige Baustelle gar nicht auf das Gelände gekommen sei. Die zuständige Baufirma habe jetzt für einen Zugang zu den Containern gesorgt. „Sodass sie nun wieder geleert werden können.“

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Werntgen-Orman räumt aber auch ein: „Grundsätzlich entschuldigt dieser spezielle Fall jedoch nicht den allgemeinen Zustand der Standplätze.“ Die Sauberkeit an den städtischen Containerstandplätzen und deren Verbesserung bleibe eine wichtige Aufgabe für die Stadtverwaltung.

„Der zuständige Fachbereich arbeitet bereits an einer Optimierung der jeweiligen Wertstoffinselstandorte.“ Außerdem würden weitere Alternativen geprüft und konkrete Überlegungen angestellt, wie eine bessere Kontrolle der Standplätze und eine Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten erreicht werden könnten.