Was den Trend im Land NRW insgesamt bestimmt, gilt auch für Oberhausen: Das neue Jahr ist mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit gestartet. Die Arbeitslosenquote ist in Oberhausen auf 11,6 Prozent gestiegen. Sie liegt mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau.

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Diese Entwicklung habe unter anderem saisonale Gründe, unterstreicht die Arbeitsagentur. Viele befristete Arbeitsverhältnisse bestünden bis zum Jahresende, somit müssten sich jene Menschen, die nicht direkt eine Anschlussbeschäftigung gefunden hätten, arbeitslos melden.

„Rezessionsbedingt angespannt“

„Insgesamt kamen im Januar 742 Menschen aus einer Beschäftigung heraus in die Arbeitslosigkeit, das waren 44,1 Prozent mehr als im Dezember und 9,6 Prozent mehr als im Januar 2025“, berichtet Geschäftsführerin Gabriele Sowa in der aktuellen Mitteilung der Agentur für Arbeit Oberhausen. Sie fügt hinzu. „Die Situation auf dem Arbeitsmarkt bleibt insgesamt rezessionsbedingt angespannt. Dies zeigt auch die Stellenentwicklung. Unternehmen haben uns erneut weniger freie Stellen zur Verfügung gestellt. Hier gibt es im Vormonatsvergleich einen Rückgang um rund 20 Prozent auf 213 neue Stellen.“

13.033 Menschen ohne Arbeit

Die Quote von 11,6 Prozent bedeutet konkret, dass 13.033 Menschen in Oberhausen arbeitslos gemeldet waren, 438 Personen mehr (3,5 Prozent) als im Dezember und 548 Personen bzw. 4,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Gleichzeitig suchen viele Unternehmen neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: 213 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (allerdings 53 weniger als im Vormonat und 74 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Baugewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Verkehr und Lagerei.