Die Verkehrssicherheit in Oberhausen, der anstehende Umbau der Sterkrader Innenstadt, Baustellen und vieles mehr: Die Nachrichtenlage der vergangenen Tage und Wochen war besonders eng. Daher haben sich auch besonders viele Leserinnen und Leser bei der Redaktion gemeldet, um ihre Sicht auf die Dinge darzulegen. Hier eine Auswahl der Leserzuschriften.

Zu: Millionenteurer Büro- und Wohntrakt in Oberhausen: Zwangsversteigerung steht an

Ein imposantes Gebäude an dieser Ecke - trotzdem wird es nicht leicht sein, für dieses Objekt einen neuen Besitzer zu finden: Das Gebäude ist über 30 Jahre alt, da entsprechen meist die Fenster nicht mehr den heutigen Normen, auch die Dämmung vom Gebäude und Dachgeschoss wird zwangsläufig angepasst werden müssen. Es gibt mehrere Besitzverhältnisse und ein Kaufpreis im Millionenbereich wird schwer erzielbar sein – in Anbetracht der Baumaßnahmen, die notwendig sind, um das Gebäude den jetzt gültigen Standards anzupassen. Diese Kosten werden nicht geringer sein als der jetzt aufgerufene Kaufpreis. Trotzdem: Ein optisch schönes Objekt mit hohem Nutz- und Wohnwert – hier sollte es eine gute Lösung geben. Norbert Heyer

Zwangsversteigerung in Oberhausen
Dieser Gebäudekomplex an der Virchowstraße wird versteigert.© FUNKE Foto Services | Gerd Wallhorn

Zu: „Gefährliche Fahrweise“: Stadt Oberhausen verdeutlicht Verkehrsregel

Ich verstehe die Welt nicht mehr. Da gibt es einen sicheren Radweg und trotzdem darf man auf der für Radfahrer gefährlichen Straße fahren. Ist das gezeigte Schild ein offizielles Verkehrszeichen in der StVO? Rudi Kahnert

Es ist schön, dass die Stadt Oberhausen mit dieser Aktion die Sicherheit für Radfahrer erhöht. Es ist jedoch traurig, dass Autofahrer überhaupt mit solchen Hinweisen auf geltendes Recht aufmerksam gemacht werden müssen. Dass Radwege nur benutzungspflichtig sind, wenn sie durch ein entsprechendes Schild gekennzeichnet sind, gilt bereits seit 1998 - also seit fast 30 Jahren. Und es ist erschreckend, dass einige (hoffentlich wenige) Autofahrer „durch gefährliche Fahrweisen ihren Unmut über den Radverkehr auf der Straße zum Ausdruck gebracht“ haben. Wer sein Auto als Waffe missbraucht, um andere Verkehrsteilnehmer zu „erziehen“ oder „seinen Unmut“ zu zeigen, gehört nicht hinters Steuer, sondern hinter Gitter. Thomas Michel

Zu: Zehn Jahre Stillstand? Warum sich Oberhausens Radschnellweg wieder verzögert

Die Stadt hat schon Geld verschwendet beim Umbau des kleinen Marktes in Sterkrade vor dem heute vergammelnden ehemaligen Kaufland-Gebäude. Und sie macht es immer noch beim Aufriss der Straße vor dem Technischen Rathaus. Frank Rommerskirchen

Viele unserer Mitbürger/innen setzen inzwischen aufs Fahrrad als potentes Verkehrsmittel in der von Baustellen arg gebeutelten Stadt Oberhausen, sei es durch den Einsatz eines Bikes mit E-Unterstützung oder aber auch durch den Einsatz eines herkömmlichen Fahrrads! Insbesondere in unserer Stadt Oberhausen, wo sich derzeit und in der Zukunft noch viele Baustellen präsentieren werden, ist der Individualverkehr per Bike inzwischen zu einem „echten MUSS“ geworden, will man seine Ziele zukünftig weitgehend pünktlich und sicher erreichen. In Oberhausen ist jedoch noch viel zu tun, will man Radwege ausbauen und modernisieren! Die derzeitige Trasse durch die Neue Mitte Oberhausen ist in einem sehr guten und grundsätzlich vorbildlichen Ausbauzustand! Eine Anbindung dieser Trasse an die sog. Flachglastrasse müsste sehr gut möglich sein. Es wäre auch gut möglich, die Trasse nutzenden Bike-Fahrer zu bitten, auf dem Teilstück zwischen dem Kirchenzentrum und der Straße hinter der Stoag-Haltestelle (Alte Walz) von ihrem Rad abzusteigen und dieses über den kurzen Weg zu schieben, vor allem dann, wenn dort viel Betrieb ist, wie z. B. während des alljährlichen Weihnachtsmarktes. Der seit vielen Jahren geplante Radverkehrsschnellweg durch Oberhausen könnte dann endlich umgesetzt werden, wenn auch nicht in absoluter Vollendung! Hans-Bernd Reuschenbach

Zu: Tafel in Oberhausen benötigt Hilfe: „Das System könnte kollabieren“

Dass es bei der Oberhausener Tafel intern nicht reibungslos läuft, ist spätestens seit dem Rücktritt von Klaus-Dieter Broß, im Frühling 2024, für mich offensichtlich. Es soll bei der Tafel ein rauer Umgangston gegenüber den Ehrenamtlichen und den Kunden der Tafel herrschen. Klaus-Dieter Broß erklärte nach seinem Rücktritt, dass der Umgang miteinander unmöglich sei. Er vermisse die Wertschätzung für die Ehrenamtlichen und den Respekt für die Menschen, die sich bei der Tafel mit Lebensmitteln versorgen. Als selbst ehrenamtlich Engagierter schrecken mich solche Aussagen davon ab, bei der Tafel unterstützend tätig zu werden. Gerd Sturm

Tafel Oberhausen sucht Helfer
Die Oberhausener Tafel in Buschhausen.© FUNKE Foto Services | Kerstin Bögeholz

Ich hatte mich 2022 für ein Ehrenamt bei der Tafel entschieden. Für mich war das Betriebsklima nicht akzeptabel, weshalb ich nach einem Probetag nicht weitergemacht habe. Seinerzeit habe ich ausführlich in einem Leserbrief, der auch veröffentlicht wurde, meine Erlebnisse geschildert. Anscheinend hat sich seitdem nichts geändert. Motiviere ich ehrenamtliche Mitarbeiter, indem sie, wie im Artikel zu lesen ist, mit Vorwürfen überzogen werden? Diejenigen, die das Verhalten der Mitarbeiter bemängeln, sollten sich an die eigene Nase fassen und ihren Umgang mit dem Personal hinterfragen. Vielleicht wäre es mal an der Zeit, an der einen oder anderen Stelle über einen Generationswechsel bei der Tafel nachzudenken. Respekt den Mitarbeitern gegenüber und ein faires Miteinander würden sicher wieder mehr ehrenamtliche Helfer motivieren, bei der Tafel mitzuwirken. Denn eines ist sicher: Die Tafel wird gebraucht. Ute van Heeck

Ohne Artikel-Bezug: Ein Lob auf die Stadt Oberhausen und auf die Stoag

Mit 71 Jahren durfte ich als Opa von fünf Enkelkindern eine Schulklasse zum Gesundheitsamt der Stadt Oberhausen begleiten, die im 2. Schuljahr einen Projekttag zur Mundhygiene hatte. Es galt hierbei, die Lehrkraft zu unterstützen, um mit 25 Kindern im Alter von sieben bis acht Jahren ein maximales Schulungsziel zu erreichen. Das Schulungsziel war, diesen Kindern die tägliche Routine zur Mundhygiene beizubringen. Das Gesundheitsamt bietet hierfür ein sehr professionelles Schulungsprogramm an. Das Programm wird für Kindergärten und für Grundschulkinder der 2. Schulklasse angeboten. Hier bietet das Gesundheitsamt, vertreten durch zwei sehr gut ausgebildete Kräfte, an, den Kindern mit entsprechenden Hilfsmitteln das Thema Mundhygiene zu vermitteln. Die Ausstattung und die pädagogische Qualität sind dabei besonders lobenswert zu erwähnen. Wir leben alle in einer sehr herausfordernden Zeit und wissen, dass die Städte nicht immer die finanziellen Mittel für alle notwendigen Zwecke aufbringen können. Das Gesundheitsamt der Stadt Oberhausen verfolgt aber im Bereich der Mundhygiene einen speziellen Bildungsauftrag, der an dieser Stelle einen besonderen Dank verdient. Nach der sehr professionellen Schulung ist die Schulklasse mit dem öffentlichen Bus der Stoag-Linie 952 wieder zurück zur Schule gefahren. Hier hat der Busfahrer über die im Bus installierte Lautsprecheranlage für Spaß bei den Kindern gesorgt. Diese menschliche Ansprache an die Kinder hat dem gesamten Ausflug einen schönen Abschluss gegeben. Als alle Kinder den Bus der Stoag verlassen hatten, hat sich der Busfahrer mit einem kleinen Hupkonzert verabschiedet und die Kinder haben ihm zugewunken. Solche schönen Ereignisse passieren in Oberhausen, während in der Welt andere Ereignisse Sorgen bereiten. Das schreibt ein Opa aus Oberhausen. Hermann-Josef Spitz

Zu: Oberhausens City auf dem absteigenden Ast? Das besagen Zahlen zu Leerständen

Vor kurzem wollte ich im Bereich der Marktstraße Schuhe zum Besohlen beim Schuster abgeben. Ich fuhr ungefähr eine halbe Stunde durch alle Nebenstraßen und fand einen gebührenpflichtigen Parkplatz auf der Friedrich-Karl-Straße. Zum Schuster musste ich fast die ganze Marktstraße bis oben laufen, Schuhe beim Schuster abgeben und wieder zurück zum Auto. Ziemlich schnell, denn ich hatte nur für eine Parkstunde bezahlt. Wenn eine Geschäftsstraße schwierig zu erreichen ist, man lange einen Parkplatz suchen muss und von großer Attraktivität der Einkaufsstraße nicht die Rede sein kann – ist es dann noch verwunderlich, dass diese einst attraktive Einkaufsstätte ausstirbt? Norbert Heyer

Mini-Doku Marktstraße
Viele Oberhausener halten die Marktstraße Oberhausen für wenig attraktiv. Sie wünschen sich hochwertige Geschäfte und mehr Aufenthaltsqualität.© FUNKE Foto Services | Lars Fröhlich

Zu: AfD sieht „Amateure“ im Rathaus: Braucht‘s am Ruhrpark künftig mehr Parkplätze?

Leider ist es die AfD, die das leidige Thema Stadtverwaltung Oberhausen auf den Punkt bringt. Doch anstatt sich der Kritik zu stellen und endlich, wie von Herrn Berg verkündet, Qualität ins Projektmanagement und die Abwicklung zu bringen, versucht man es wieder mit „Glaube und Hoffnung“ – es seien keine Besuchermassen zu erwarten – Amen. Respekt muss man sich erarbeiten und verdienen, dann kann man solche Anfragen locker parieren, weil es Lösungen in einer funktionierenden, starken Verwaltung gibt. Der Bürger verliert so jedenfalls den „Glauben“ und wartet gespannt auf das nächste Lowlight. Thomas Ditzel

Zu: Hiobsbotschaft Nathlandstraße: Nach der Vollsperrung ist vor der Vollsperrung

Wir wohnen auf der Steeler Straße. Bisher konnten wir mit drei Buslinien von dort die City, das Bero-Center und das Centro erreichen. In wenigen Minuten bisher – jetzt ist die nächste Haltestelle eine Viertelstunde von uns entfernt. Beim Einkauf mit dem Auto brauchten wir nur Minuten zur Mellinghofer Straße, jetzt müssen wir auch hier mindestens eine Viertelstunde einplanen. Erst wurden neue Stromkabel verlegt, jetzt ist die Hauptverbindung gekappt und danach scheint ja auch noch eine jahrelange Beeinträchtigung anzustehen. Warum dauern solche Sperrungen bei uns immer so lange? Bei der Erhöhung der Grundsteuer ist die Stadt doch wesentlich fixer. Die Lebensqualität in unserem Stadtteil hat sich jedenfalls extrem verschlechtert und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Norbert Heyer

Zu: Interview: Herr Palotz, hat die Stadt die Alstadener Buche willkürlich gefällt?

Herr Dr. Palotz versucht in dem Interview einen Keil zu treiben in die Umweltbewegung in Oberhausen. Das „konstruktive Verhalten“ von Frau Schiemanowski und das „nicht akzeptable“ von Frau Höhn. Das ist ein bekanntes politisches Spiel, soll beiden schaden und die Bewegung spalten. Das haben wir durchschaut und werden es nicht zulassen. Beide, Cornelia Schiemanowski wie Bärbel Höhn, haben in unserem Kampf für den Erhalt der Buche und eine alternative Verkehrsführung eine wichtige Rolle gespielt. In Oberhausen hat sich inzwischen ein Netzwerktreffen gebildet: Menschen und Organisationen, die sich für den Schutz der letzten verbliebenen Freiflächen in Oberhausen einsetzen. Dem Trend in unserer Stadt, immer mehr Freiflächen zu bebauen, setzen wir ein Bündnis entgegen. Es geht um unsere Stadt, sie lebenswert zu erhalten und es geht um die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, um akzeptierte und bessere Lösungen zu erreichen. Das nennen wir Demokratie. Für die BI Alstaden: Sylvi Hahn, Ester Grzenia, Iris Goorissen, Barbara Czekalla

Gegen die Fällung einer alten Buche an der Kewerstraße gab es großen Protest.
Gegen die Fällung einer alten Buche an der Kewerstraße gab es großen Protest.© Funke Medien NRW | Michael Bresgott

Zu: Kein Bau-Unternehmen zu finden: Umbau in Sterkrade verzögert sich fast ein halbes Jahr

Im Frühjahr 2025 wurden viele Bäume auf der Bahnhofstraße in Sterkrade gefällt. Dies diente zur Vorbereitung für den klimaneutralen Umbau der Einkaufsstraße. Nun, 2026, wurde berichtet, dass für den Umbau noch kein Unternehmen gefunden wurde. Die Planung des zuständigen Dezernats würde ich als sehr unglücklich und vermeidbar bezeichnen. Ich bin gespannt, wann wir über eine neu gestaltete Einkaufsstraße schlendern können; das liegt wohl in den Sternen. Uwe Wagner

Zu: Steigende Unfallzahlen in Oberhausen sind für Polizei „ein Warnsignal“

Den größten Blödsinn in puncto Verkehrssicherheit hat Oberhausen mit dem Aufmalen der Fahrradwege auf den Straßen verzapft. Dem Rad- und E-Rollerfahrer droht von rechts die Gefahr eines Dooring-Unfalls, von links müssen sie es mit rücksichtslosen Autofahrern aufnehmen. Allerdings ist der Unmut der Autofahrer verständlich. Bei Wahrung des einzuhaltenden Mindestabstandes ist ein Überholen oft nur schwer möglich und schon ist der Rückstau da. Dieses Szenario, von dem dann auch der Gegenverkehr betroffen sein kann, erzeugt immer wieder gefährliche Situationen. Im Artikel hätte ich gerne etwas über die Thematik der aufgemalten Fahrradwege im Zusammenhang mit den Unfallzahlen gelesen. Dieser ganze Zahlenwust im Artikel war mir insgesamt zu viel. Ute van Heeck