Ein weiterer Schranken-Bahnübergang verschwindet in diesem Frühjahr endgültig aus dem Oberhausener Stadtbild. Der Bahnübergang Sternstraße, in direkter Nähe zur Weseler Straße gelegen, wird am 20. April 2026 dauerhaft geschlossen. Das hat eine Sprecherin der Deutschen Bahn jetzt mitgeteilt.

Täglich (außer Samstag)

Oberhausen-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Für Autofahrer galt hier bereits eine Vollsperrung, verbunden mit einer Umleitung über die Weseler Straße, Schmachtendorfer Straße, Franzstraße und umgekehrt. Fußgänger  und Radfahrer haben nun allerdings erst ab Herbst 2026 die Möglichkeit, die Bahnstrecke über eine neue Unterführung für den Fuß- und Radverkehr zu kreuzen.  Bis zur Eröffnung dieser Unterführung müssen Passanten und Radler ab dem 20. April ebenfalls die genannte Umleitung für mehrere Monate in Kauf nehmen.

Viele Baustellen entlang der Betuwe

Der Bahnübergang Sternstraße müsse bereits jetzt geschlossen werden, um den Ausbau der Betuwe-Linie an dieser Stelle vorantreiben zu können, heißt es. Die Betuwe-Linie von Oberhausen nach Emmerich wird auf drei Gleise erweitert; an vielen Punkten entlang des Oberhausener Abschnitts von der vollgesperrten Weierstraße (Brückenneubau) bis zur A3 (ebenfalls Brückenneubau für die A3-Richtung Duisburg/Köln) gibt es derzeit entsprechende Großbaustellen.

Bahnübergang an der Sternstraßein Oberhausen
Die neue Unterführung für Fußgänger und Radfahrer an der Sternstraße in Oberhausen wird im Herbst 2026 eröffnet.© FUNKE Foto Services | Michael Dahlke

Das Betuwe-Projekt sieht neben dem dreigleisigen Ausbau auch vor, alle 55 Bahnübergänge entlang der Strecke Oberhausen-Emmerich zu beseitigen und durch Brücken oder Unterführungen zu ersetzen.

So verschwindet in Oberhausen zum Beispiel auch der viel befahrene Bahnübergang an der Weseler Straße. Die künftige Umgehungsstraße L215n, die von der Weierstraße abzweigen wird, macht es möglich, dass der Stadtverkehr aus Richtung Sterkrade-Mitte trotzdem in die nördlicheren Teile Oberhausens gelangen kann.