Sie haben ihre Archive durchforstet und schalten am Donnerstag, 30. April 2026, wieder die Zeitmaschine an: Wenn andere bloß „Tanz in den Mai“ feiern, holen mehrere tausend Menschen in der Turbinenhalle Oberhausen drei legendäre Diskotheken aus der Versenkung. Das Revival von Music Circus Ruhr, Blue Moon und Old Daddy startet auf mehreren Areas. Auch der benachbarte Kulttempel wird wieder eingebunden.

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Ein wenig überraschend: Partytickets sind noch erhältlich. In den vergangenen Jahren vermeldeten die Macher um Turbinenhalle-Chef Michael Neumann spürbar früher: „ausverkauft“.
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Warum? „Wir haben festgestellt, dass sich die Besucher zuletzt einfach immer später eine Eintrittskarte gekauft haben“, sagt der Hallenbetreiber. Beim ersten Revival 2012, damals noch am Schulte-Ostrop-Ring in Stadionnähe, gab es dagegen noch einen regen Schwarzmarkt für die schon nach 48 Stunden vergriffenen Tickets.
Mehr als 80 Prozent der Tickets sind verkauft
Eine leere Hütte muss aber trotzdem keiner fürchten. Mehr als 80 Prozent der Karten sind verkauft. „Mehr als 4000 Tickets sind weg. Wir gehen nicht davon aus, dass am Veranstaltungstag noch eine Abendkasse öffnen wird“, blickt Neumann voraus. Den Ticketpreis von 16 Euro plus Gebühren haben die Veranstalter gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Fest steht: Die Grundrezeptur der Party wollen die Macher unangetastet lassen. Musik aus den 1980er- und 1990er-Jahren dominiert. DJs von damals legen auf: George Stecker, Jörg & Christoph, Timon van Golth und DJ Pike. Und Nachtschwärmer dürfen erst ab 34 Jahren mittanzen.
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Im kleinen „Cosmo“ startet ein 90er-Jahre-Rave mit elektronischer Musik. Ansonsten: Rock, Pop, Indie, New Wave und Neue Deutsche Welle (NDW).
10.000 Ballons, 50 Kilogramm Konfetti samt Hit-Feuerwerk
Allerdings wollen die Veranstalter noch kräftig an den Effekten schrauben. Die Deko soll aufwendiger ausfallen als sonst. In drei Räumen und im Außenbereich vor der Halle werden LED-Leinwände aufgebaut. In der „Main Hall“ ist die Videowand rund 60 Quadratmeter groß. Insgesamt strahlen mehr als sechs Millionen Pixel. Sie zeigen alte Musikvideos und vergilbte Fotos und wackelige Clips aus den verschwundenen Kult-Diskotheken.
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Das Soundsystem des französischen Herstellers L‑Acoustics besitzt in der Turbinenhalle rund 100.000 Watt. 300 Moving Lights und Lichteffekte bewegen sich in den Disco-Räumen. Feurige Effekte sind ebenso angedacht wie bullige Konfetti-Kanonen. 50 Kilogramm Spezialkonfetti wollen die Veranstalter über Kanonen in den Saal pusten.
Kurioses Gimmick: Die großen Schnipsel messen fünf Zentimeter und sind mit den Diskotheken-Logos bedruckt worden. Neumann: „Vielleicht ist das ein nettes Erinnerungsstück für die heimische Pinnwand.“






