Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Oberhausen will die Altkleidercontainer aus dem Stadtbild entfernen. Überfüllte Behälter, Abfall daneben und verwahrloste Standorte treiben die Christdemokraten zu diesem radikalen Vorstoß. Den Antrag zum Beschluss im Umweltausschuss hat die 16-köpfige Ratstruppe gerade vorgelegt. Die Oberhausener Fachausschüsse des Rates beraten zu dem Thema in diesen Wochen.

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CDU-Ratsfraktionsvorsitzende Simone-Tatjana Stehr beurteilt die Altkleidercontainer im Unterschied zu den Glas- und Altpapier-Behältern als eigenständiges Problem, das unabhängig von den anderen Sammelanlagen gelöst werden müsse. „Die derzeitige Form der Altkleidersammlung im öffentlichen Raum funktioniert nicht mehr. Überfüllte Container, Müll daneben, Zweckentfremdung und zunehmend verwahrloste Standorte – das ist vielerorts Realität. Hier kann sofort gehandelt werden, indem die Altkleidercontainer abgeschafft werden.“

CDU: Negative Eigendynamik rund um die Altkleidercontainer

CDU-Ordnungspolitiker Werner Nakot spricht von einer negativen Eigendynamik rund um die Altkleidercontainer. „Sie ziehen zusätzlichen Müll an und verursachen Kosten ohne erkennbaren Nutzen. Das ist weder wirtschaftlich noch ordnungspolitisch vertretbar.“

Die derzeitige Form der Altkleidersammlung im öffentlichen Raum funktioniert nicht mehr.“

Auf diesem Bild zu sehen ist Simone-Tatjana Stehr (CDU). Quelle/Urheber des Fotos: CDU.
Simone-Tatjana Stehr, CDU-Ratsfraktionsvorsitzende in Oberhausen

Die CDU fordert zwar die vollständige Entfernung der städtischen Altkleidercontainer aus dem öffentlichen Raum, will aber die Sammlung von gebrauchten Kleidern nicht gänzlich abschaffen. So betont die Fraktion, dass es nicht um Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger geht, sondern um einen Systemwechsel: „Mit dieser Entscheidung würden die Altkleidercontainer abgeschafft, nicht aber die Möglichkeit, Altkleider sinnvoll zu sammeln. Abholsysteme und organisierte Sammlungen funktionieren deutlich besser. Sie sichern zudem die Qualität der Textilien und vermeiden genau die Probleme, die wir heute im öffentlichen Raum sehen“, meint Nakot.

Terminvereinbarung für Altkleiderabholung direkt am Haus

Die CDU verlangt daher, neben der Entfernung der Container bestehende alternative Entsorgungswege auszubauen. So gibt es bereits seit Anfang 2025 einen Sammelservice für Altkleider durch die Wirtschaftsbetriebe Oberhausen (WBO), die die Altkleider am Haus abholen. Eine Terminvereinbarung für die Abholung ist telefonisch unter der 0208-8250 oder unter altkleider.wbo-online.de möglich. Bürger können dann einen Zeitslot zwischen 8 und 19 Uhr wählen und Haushaltsgrößen an alten Kleidungsstücken abgeben.

Unabhängig von ihrem Vorstoß zum Abbau der Altkleidercontainer bittet die CDU die Stadtverwaltung, die 2025 vom Stadtrat mit Mehrheit beschlossene Neuausrichtung der Containerstandorte (Glas, Papier) jetzt zügig voranzutreiben. Beabsichtigt ist ein Erneuerungs-Konzept für alle über 130 Glas- und Papiercontainer-Standorte. Nach dem Beschluss prüfen die Stadtexperten auch die Installation von Vollunterflurcontainern, die pro Standort 35.000 Euro kosten.