Der übliche Fahrplan-Wechsel zu Anfang des Jahres scheint diesmal sehr schnell Erfolge zu erzielen. Zumindest gibt dies die Stoag-Geschäftsführung in einer aktuellen Pressemitteilung an – und zieht eine positive Bilanz der ersten Monate. Danach haben sich mehr Fahrgäste entschieden, Linienbusse der Stoag zu nutzen, vor allem auf den Strecken, die die Stoag mit einem höheren Takt versehen hat.

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Besonders wirksam scheint der engere Takt der beliebten Buslinie 143 zwischen Essen-Borbeck und Oberhausener Hauptbahnhof zu sein, die allerdings nur zwischen Königsberger Straße und Hauptbahnhof verstärkt worden ist. So entstand in den Hauptverkehrszeiten ein Zehn-Minuten-Takt. „Vor allem im Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und dem Evangelischen Krankenhaus (EKO) stehen den Fahrgästen nun mehr Kapazitäten und kürzere Wartezeiten zur Verfügung“, schreibt die Stoag. Zählungen belegen eine stabile Nachfrage: Am Hauptbahnhof steigen bis zu 35 Personen ein oder aus, im Durchschnitt fahren rund 20 Fahrgäste pro Fahrzeug. Dies gilt unter Fachleuten als gute Auslastung.

Neue Haltestelle an der RWO-Spielstätte „Stadion Niederrhein“ mit vielen Fahrgästen

Auch neue Haltestellen, bereits im vergangenen Jahr eingerichtet, tragen offensichtlich dazu bei, die Stoag-Buslinien beliebter zu machen. Mit den neuen Haltestellen „Ruhrorter Straße“ in Lirich und „Stadion Niederrhein“ sind jetzt Wohngebiete, Arbeitsplätze und Veranstaltungsorte besser erreichbar. Viele Wege wurden nach Einschätzung der Stoag-Experten kürzer und komfortabler. Am „Stadion Niederrhein“, eine neue Haltestelle, auf die die Politik im Rat längere Zeit gepocht hat, stieg die Zahl der Einsteiger zwischen August und November auf fast das Sechsfache. Bei RWO-Heimspielen und Großveranstaltungen wie dem Weihnachtssingen im Stadion wächst die Nachfrage zusätzlich.

Ein weiterer Schwerpunkt des Fahrplanwechsels lag auf den direkten Linien ohne Umstieg, die die Stadtgrenzen überwinden. Die Gemeinschaftslinien 936, 939 und 919 verbinden Oberhausen und Duisburg enger. Die Linie X42 fährt im 30-Minuten-Takt nach Dorsten und zum Movie Park. Der Schnellbus SB90 stellt eine direkte Verbindung nach Mülheim-Styrum her. Am Bahnhof Styrum nutzen viele Fahrgäste diese Linie als Zubringer nach Oberhausen. Auf der Linie 939 zeigt sich eine gleichmäßige Nachfrage entlang der Strecke, mit Spitzenwerten von bis zu 60 Personen im Oberhausener Zentrum.

Stoag-Revierflitzer weiter sehr beliebt

Auch die Stoag-Revierflitzer, anzufordernde Sammel-Minibusse abends und nachts, ergänzen den klassischen Linienverkehr erfolgreich. Der „On-Demand-Service“ (Verkehr auf Bestellung) wird regelmäßig von mehreren hundert Fahrgästen genutzt. Sieben Fahrzeuge sind im Einsatz und ermöglichen per App gebuchte Fahrten, insbesondere dort, wo feste Linienangebote weniger flexibel sind.