Die Oberhausener Polizei hat am Dienstagvormittag einen 45‑jährigen Radfahrer gestoppt, der bereits wenige Stunden zuvor alkoholisiert aufgefallen war. Trotz nächtlicher Kontrolle setzte der Mann seine Fahrt am Morgen fort – erneut unter Alkoholeinfluss.

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Gegen 9.40 Uhr am 28. April war ein Streifenwagen auf der Teutoburger Straße unterwegs, als den Polizeibeamten der Radfahrer ins Auge fiel. Der Mann fuhr in deutlichen Schlangenlinien, geriet mehrfach über die Markierung des Radwegs und wirkte unsicher. Die Beamten beobachteten, wie er seine Fahrt über die Elpenbachstraße bis in die Hasenstraße fortsetzte.

Dort verschärfte sich die Situation. Der 45‑Jährige nutzte zeitweise die Gegenfahrbahn. Ein entgegenkommendes Auto musste abbremsen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. An der Hasenstraße stoppte der Mann schließlich selbst – kurz danach kontrollierten ihn die Einsatzkräfte.

Radfahrer: „Nur zwei bis drei Schlücke Wodka am Morgen“

Schon beim ersten Kontakt ergaben sich klare Hinweise auf Alkoholkonsum. Die Beamten nahmen Alkoholgeruch wahr, bemerkten glasige Augen und ein auffallend redseliges, hyperaktives Verhalten. Auf Nachfrage erklärte der Mann, er sei bereits in der Nacht zuvor von der Polizei kontrolliert worden. Dabei habe man eine Blutprobe entnommen. „Ich habe danach nichts mehr getrunken“, sagte der Radfahrer zunächst. Wenige Augenblicke später räumte er jedoch ein, am Morgen noch „zwei bis drei Schlücke Wodka“ konsumiert zu haben. Ein freiwilliger Atemalkoholtest reagierte positiv.

Die Polizei ordnete eine erneute Blutprobe an. Der 45‑Jährige wurde dem polizeiärztlichen Dienst zugeführt. Zugleich untersagten die Beamten ihm die Weiterfahrt mit Fahrzeugen aller Art bis zur vollständigen Ausnüchterung.

Die Polizei weist darauf hin, dass auch Radfahrer bei Alkohol am Lenker mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen müssen. Wer alkoholisiert fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. In diesem Fall sogar zweimal innerhalb weniger Stunden.