Gegen Antisemitismus, für ein offenes Miteinander – in diesem Geiste bieten die Jüdischen Kulturtage vom 5. Juni bis 1. Juli Einblicke in die jüdische Kultur. Die Reihe wurde organisiert vom Arbeitskreis „Antisemitismuskritische Arbeit in Bildung und Kultur“, gefördert von der Stadt Oberhausen. Kulturdezernent Apostolos Tsalastras lobt das Programm als „eindrucksvolles Panorama künstlerischer Ausdrucksformen zwischen Tradition und Moderne, Ernsthaftigkeit und Humor“. Da Oberhausen für Vielfalt und eine lebendige Kulturlandschaft stehe, seien die Jüdischen Kulturtage „ein wichtiger Bestandteil dieses Selbstverständnisses“.

Rundgang zur jüdischen Geschichte Holtens

In ihrer Exkursionsreihe „Spannende Orte“ bieten die Volkshochschule, „Arbeit und Leben“ und die Gedenkhalle einen historischen Rundgang zum ehemaligen jüdischen Leben in Holten an: Er führt auch zur Synagoge und zu zwei Friedhöfen. Männliche Teilnehmer werden gebeten, an eine Kopfbedeckung zu denken.

Die Außenansicht der ehemaligen Synagoge in Oberhausen-Holten.
Die Außenansicht der ehemaligen Synagoge in Oberhausen-Holten. © FUNKE Foto Services | Kerstin Bögeholz

Freitag, 5. Juni 2026, 12 bis 13.30 Uhr, Treffpunkt Holtener Marktplatz. Die Teilnahme kostet 6 Euro. Eine Anmeldung (vhs@oberhausen.de oder 0208-82 52 385) ist erforderlich.

Konzert mit der Amsterdam Klezmer Band

Die Amsterdam Klezmer Band gilt als eine der führenden Größen in der modernen Klezmer-Szene. Was vor mehr als 25 Jahren als Straßenmusikprojekt begann, hat sich zu einer international gefeierten Band entwickelt: eine kraftvolle Dosis Klezmer, durchzogen von Jazz, Balkanrhythmen, Gypsy-Einflüssen und einer ordentlichen Portion zeitgenössischer Energie.

Konzert der „Amsterdam Klezmer Band" im Jahre 2017.
Konzert der „Amsterdam Klezmer Band" im Jahre 2017. © FUNKE Foto Services | Christof Köpsel

Dienstag, 9. Juni 2026, 19 Uhr, Theater Oberhausen. Kostenlose Karten an der Theaterkasse und auf www.theater-oberhausen.de.

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Konzertante Lesung „Sag, dass Jerusalem ist“

In der von der Gedenkhalle organisierten Lesung geht es um die Wiederbegegnung von Paul Celan und Ilana Shmueli seit ihrer Jugendzeit in Czernowitz: Die jungen Erwachsenen erleben die Zeit der Shoah mit ihren Familien. Mit Werken von Felix Mendelssohn, Maurice Ravel, Gustav Mahler, Pavel Haas, Viktor Ullmann, Ilse Weber, Hans Krasa und Gideon Klein.

Donnerstag, 11. Juni 2026, 18 Uhr, Zentrum Altenberg/Schlosserei, Hansastraße 20. Der Eintritt ist frei, Anmeldung nicht erforderlich.

Lesung und Gespräch – Arno Frank: Ginsterburg

1935, 1940, 1945 – in diesen drei Jahren lässt Arno Frank seine Leser am Geschehen in der fiktiven Kleinstadt Ginsterburg am Main teilhaben. Multiperspektivisch schildert er das Einsickern des nationalsozialistischen Giftes – die „Banalität des Bösen“ in Romanform. Veranstalter sind das Literaturhaus und das Theater Oberhausen.

Freitag, 12. Juni 2026, 19 Uhr, Gdanska, Gutenbergstraße 8. Eintritt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.

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Aktion „Abrahams Zelt“

Es heißt, dass Abraham, Stammvater der drei großen monotheistischen Weltreligionen, in der Wüste ein Zelt errichtete, das jeder betreten konnte, um sich dort auszuruhen und kostenlos zu essen und zu trinken. Deshalb lädt die Liberale Jüdische Gemeinde „Perusch“ zu ihrer Aktion „Abrahams Zelt“: Interessierte sind eingeladen, sich hier zu erholen und etwas zu essen und zu trinken.

Seit 20 Jahren besteht die Liberale Jüdische Gemeinde „Perusch” in Oberhausen – hier feiert sie das Chanukka-Fest auf dem Friedensplatz.
Seit 20 Jahren besteht die Liberale Jüdische Gemeinde „Perusch” in Oberhausen – hier feiert sie das Chanukka-Fest auf dem Friedensplatz.© FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann

Mittwoch, 17. Juni 2026, 18 Uhr, Gemeinde „Perusch“, Friedensplatz 15. Anmeldung per E-Mail (kontakt@perusch.de) ist erforderlich.

Vortrag „Maloche, Maloche, Maloche“

Leonard Schmidt-Dominé ist Konzeptkünstler und Aktivist. Seine Arbeiten wurden in Ausstellungen wie der „Documenta“ in Kassel oder im Kunstverein Düsseldorf gezeigt. In Oberhausen geht er auf Spurensuche dazu, wie das Jiddische in die deutsche Sprache gelang. Zudem werden Einblicke gegeben in Jiddismen in der Kunst.

Mittwoch, 24. Juni 2026, 19 Uhr, „Kitev – Kultur im Turm“, Leerstand, Willy-Brandt-Platz 1. Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

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Besuch der jüdischen Gemeinde in Duisburg

Besuch der Jüdischen Gemeinde und Synagoge in Duisburg: Vor Ort gibt es die Gelegenheit, mehr über das jüdische Leben zu erfahren, Einblicke in die Synagoge zu erhalten und die Grundlagen der jüdischen Religion kennenzulernen.

Donnerstag, 25. Juni 2026, 10.15 bis 14 Uhr und Mittwoch, 1. Juli 2026, 14.15 bis 18 Uhr. Treffpunkt: Touristikhaltestelle am Hauptbahnhof Oberhausen. Das Angebot ist kostenfrei, aber Ausweis und Kopfbedeckung für Männer sind Pflicht. Eine Anmeldung (vhs@oberhausen.de oder 0208-82 52 385) ist erforderlich.

Das Logo der Jüdischen Gemeinde Mülheim, Duisburg , Oberhausen in der Synagoge
Das Logo der Jüdischen Gemeinde Mülheim, Duisburg und Oberhausen.© FUNKE Foto Services | STEFAN AREND

Klezmer-Punk aus Tel Aviv: „Jewish Monkeys“

Mitreißend, unangepasst und unwiderstehlich tanzbar: Die „Jewish Monkeys“ verbinden Klezmer, Punk, Ska, Balkan-Brass und Rock zu einem energiegeladenen Live-Erlebnis voller Witz und musikalischer Virtuosität.

Donnerstag, 25. Juni 2026, 19 Uhr, Zentrum Altenberg/Schlosserei, Hansastraße 20. Der Eintritt ist frei, Anmeldung nicht erforderlich.

Öffentlicher Schabbat

Die Liberale Jüdische Gemeinde „Perusch“ lädt ein, in der 301889. Woche seit Beginn der Weltschöpfung den Schabbat gemeinsam zu feiern. Der Gottesdienst wird vom Gemeinde-Rabbiner Stefan Tiwy geleitet. Im Anschluss findet der Kidusch statt, mit traditionellen Segenssprüchen, Speisen und Getränken.

Freitag, 26. Juni 2026, 18 Uhr, Gemeinde „Perusch“, Friedensplatz 15. Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung: kontakt@perusch.de.

Chanukka-Fest (Lichterfest) der jüdischen Gemeinde Perusch
Rabbiner Stefan Tiwy entzündet das erste Licht beim Chanukka-Fest der Liberalen Jüdischen Gemeinde „Perusch“ in Oberhausen.© FUNKE Foto Services | Oliver Müller

Jam Session meets „Perusch“

Seit 20 Jahren besteht die Liberale Jüdische Gemeinde „Perusch“ in Oberhausen. In dieser Zeit hat sie auch das Kulturleben der Stadt bereichert – mit ihrer Theatergruppe, den Kinder- und Erwachsenentanzgruppen, der Musikband, mehrsprachigen Chören und vielem mehr. Was an diesem musikalischen Abend aufgeführt wird, bleibt eine Überraschung.

Mittwoch, 1. Juli 2026, 18 Uhr, Museumsbahnsteig, Hauptbahnhof. Kostenlos und ohne Anmeldung.