Die Frühjahrsbelebung erreicht den Oberhausener Arbeitsmarkt – wenn auch verspätet. Im Mai 2026 waren in der Stadt 12.790 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 111 Personen oder 0,9 Prozent weniger als im April. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt der Rückgang mit acht Personen allerdings minimal aus.

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„Endlich ist eine leichte Frühjahrsbelebung auf dem Oberhausener Arbeitsmarkt angekommen“, betont Arbeitsagentur-Chef Jürgen Koch in seinem letzten Arbeitsmarkt-Bericht für die Stadt. Koch verlässt bekanntlich nach zwölf Jahren Oberhausen und übernimmt ab 1. Juni die Leitung der dreimal so großen Arbeitsagentur in Mönchengladbach, zugleich zuständig für den Rhein-Kreis Neuss. Sein Nachfolger ist ab Juli Thomas Becker, jetziger Geschäftsführer des Jobcenters Krefeld.
Endlich ist eine leichte Frühjahrsbelebung auf dem Oberhausener Arbeitsmarkt angekommen.“
Jürgen Koch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Oberhausen
Diese Branchen suchen Personal
Hoffnung macht vor allem die Nachfrage der Unternehmen: 264 neue Arbeitsstellen meldeten Betriebe im Mai – rund zwölf Prozent mehr als im April. Insgesamt sind aktuell 2334 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Besonders viele offene Stellen gibt es in diesen Branchen: Baugewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, Dienstleistungen, Handel, Reparatur von Kraftfahrzeugen und verarbeitendes Gewerbe. Die konkreten freien Arbeitsplätze sind im Internet auf dieser Seite zu finden: https://www.arbeitsagentur.de/jobsuche/.
Koch gibt allen jobsuchenden Arbeitslosen ein Versprechen: „Es gibt jetzt viele gute Chancen für unsere arbeitslosen Kundinnen und Kunden. Sollten wichtige Qualifikationen und Kenntnisse fehlen, unterstützen wir gerne mit unserem umfangreichen Dienstleistungsportfolio.“
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Ein genauerer Blick zeigt, dass auch Oberhausen die in manchen Branchen deutlich schwieriger werdende Wirtschaftslage spürt und mehr neue Arbeitslose zu verzeichnen hat, die gerade ihren Job verloren haben.
Rund 1000 Arbeitslose unter 25 Jahre alt
Denn die Entlastung verteilt sich recht ungleich. Im Rechtskreis der Arbeitsagentur (Arbeitslosengeld SGB III) waren 3127 Menschen arbeitslos gemeldet – zwölf weniger als im April, aber 430 mehr als vor einem Jahr. Beim Jobcenter (Bürgergeld/Grundsicherung SGB II) sank die Zahl auf 9663 Personen – 99 weniger als im Vormonat und 438 weniger als im Vorjahr. Damit betreut das Jobcenter rund 76 Prozent aller Arbeitslosen in Oberhausen.
Rund 1000 junge Menschen unter 25 Jahren waren im Mai arbeitslos gemeldet – elf weniger als im April, aber neun mehr als im Mai 2025. Die Jugendarbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 9,3 Prozent.
Die Unterbeschäftigung – also auch Menschen in Maßnahmen oder kurzfristig arbeitsunfähig – umfasste im Mai rund 15.500 Personen. Das sind 81 weniger als im April, aber 147 mehr als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote liegt bei 13,5 Prozent.






