Wer bei einem Skateboard an gemütliches Rollen im Park denkt, hätte am Freitagabend (29. Mai) auf der Mülheimer Straße in Oberhausen wohl nicht schlecht gestaunt: Gegen 19.20 Uhr fiel einer Streifenwagenbesatzung ein 20-Jähriger auf, der mit seinem elektronischen Skateboard auf dem Geh- und Radweg in Richtung Brücktorstraße überraschend schnell unterwegs war. Er raste nach Angaben der Polizei mit einer Geschwindigkeit, die mit dem fließenden Fahrzeugverkehr locker mithalten konnte.

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An der Kreuzung Mülheimer Straße/Brücktorstraße konnten die Beamten den Skater schließlich anhalten und kontrollieren. Dabei stellte sich heraus, dass sein E-Skateboard per Fernbedienung gesteuert wird und nach Angaben des Herstellers sogar eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 55 km/h erreichen kann.

Ermittlungsverfahren gegen Fahrer leistungsstarker E-Skateboards eingeleitet

Damit handelt es sich rechtlich nicht mehr um ein harmloses Freizeitgerät, sondern um ein Fahrzeug, für das unter anderem auch ein Versicherungsschutz erforderlich ist. Die Beamten leiteten Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein. Die Weiterfahrt wurde untersagt.

Die Polizei weist aus diesem Anlass noch einmal dringend darauf hin, dass leistungsstarke E-Skateboards kein Spielzeug sind und im öffentlichen Straßenverkehr schnell zur Gefahr werden können.