Getränkeflaschen mit kühlem Nass werden bei der „Nacht der Industriekultur“ vermutlich das meistgenutzte Souvenir. Trotz der prognostizierten Hitzetage soll ein interessantes Programm auch den Wissensdurst der Kulturfreunde stillen. Die „Extraschicht“ steigt am Samstag, 27. Juni 2026, an 40 Spielorten in 18 Städten in der Umgebung.

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Auf eigene Faust oder mit den Extraschicht-Pendelbussen wechseln Besucherinnen und Besucher quer durch das Revier. Sie schauen in Museen vorbei, begutachten Spielbühnen und sehen sich industrielle Monumente aus der Zeit der Montanindustrie an. Auch in Oberhausen können Besitzer eines Eintrittsbändchens stöbern. Wenn auch an deutlich weniger Haltepunkten als zuletzt.

„Extraschicht“ am Theater zwischen 18 Uhr abends und 2 Uhr nachts

Nur zwei Kulturstätten machen mit. Dafür ist mit dem Theater Oberhausen ein Neuling in der Routenkarte eingezeichnet. Am Will-Quadflieg-Platz erhalten Stöberfreunde besonders viel Programm. Zwischen 18 Uhr abends und 2 Uhr nachts nutzen die Theatermacher bei ihrer Extraschicht-Premiere drei verschiedene Spielorte.

Schreck lass nach! Der Rundgang durch die Maskenbildnerei im Theater Oberhausen könnte den Besucherinnen und Besuchern zur „Extraschicht“ auch schaurig-schöne Einblicke bieten.
Schreck lass nach! Der Rundgang durch die Maskenbildnerei im Theater Oberhausen könnte den Besucherinnen und Besuchern zur „Extraschicht“ auch schaurig-schöne Einblicke bieten.© FUNKE Foto Services | Martin Möller

Auf dem Platz vor den Theatertüren bauen die Macher eine große Bühne auf. Dort wird eine Musik-Band aus Mitarbeitenden des Spielhauses um 18 Uhr und 19.10 Uhr eine Hitparade aus persönlichen Lieblingsliedern darbieten.

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Damit die Lauscher der Gäste beschäftigt bleiben, legt das Ensemble einer beliebten Konzertreihe nach: Aus dem „Lonely Hearts Club“ geben Anke Fonferek, Torsten Bauer, Daniel Rothaug und Jens Schnarre um 19.45 Uhr einige Kostproben. Die Jazzband L.A.B.R. rundet den Klangreigen um 21 Uhr und 22 Uhr schließlich ab.

Theaterbetreiber zeigen Technik, Maske und Kostümfundus

Zweiter Spielort ist das historische Theatergebäude. Hier erwarten Extraschicht-Spaziergänger etliche Einblicke, die bei einem normalen Theaterbesuch verborgen bleiben. Die Betreiber öffnen Maske und Kostümfundus für neugierige Blicke. Die Führungen hinter die Kulissen starten zwischen 18 Uhr und 23.45 Uhr alle 45 Minuten. Besuchergruppen sind allerdings jeweils auf maximal 20 Personen beschränkt. Treffpunkt: Bühneneingang.

Intendantin Kathrin Mädler und die Theatercrew bieten zur „Nacht der Industriekultur“ viele musikalische Kostproben. Auch Teilbereiche des historischen Theatergebäudes können besichtigt werden.
Intendantin Kathrin Mädler und die Theatercrew bieten zur „Nacht der Industriekultur“ viele musikalische Kostproben. Auch Teilbereiche des historischen Theatergebäudes können besichtigt werden.© FUNKE Foto Services | Martin Möller

Wer sich für die Technik interessiert, landet um 19.45 Uhr, 21.45 Uhr und 0.45 Uhr bei einer Show vor der Raumbühne. Das Große Haus wird derzeit noch umgebaut. An gleicher Stelle liefert das Ensemble um 18.45 Uhr, 20.45 Uhr und 23 Uhr eine Trailershow mit verschiedenen Programm-Happen. Und das Urban-Arts-Ensemble zeigt die treibende Tanz-Performance „Blockparty“ um 22.15 und 0 Uhr.

Cover-Band „Mottek“ spielt am Gasometer in der Dauerschleife

Durchgehend ist die Fassadeninstallation „Studio Above & Below“ am Bühnenturm zu sehen. Am dritten Spielort serviert die Container-Bar mit ihrem Dachbiergarten aus der Getränkekarte. Die temporäre Gastronomie ist klimatisiert. Vor dem Eingang parken Foodtrucks. Und ab 0 Uhr legt DJ Peif auf.

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Szenewechsel: Der Gasometer bietet zur „Extraschicht“ den traditionell weitesten Blick über das Ruhrgebiet. Die mehr als 117 Meter hohe Ausstellungstonne rückt nicht nur die Aussichtsplattform, sondern vor allem die aktuelle Ausstellung „Mythos Wald“ in den Fokus. Zwischen 18.30 Uhr und 0.30 Uhr starten stündlich Führungen durch die Schau. Dazu zählt das Prunkstück, die gewaltig große Lichtinstallation „Der Baum“ im Inneren des Gasometers.

Ein Wurzelwerk aus feinsten Verstrebungen: Die Lichtinstallation „Der Baum“ ist im Inneren des Oberhausener Gasometers das Prunkstück der aktuellen Ausstellung „Mythos Wald“.
Ein Wurzelwerk aus feinsten Verstrebungen: Die Lichtinstallation „Der Baum“ ist im Inneren des Oberhausener Gasometers das Prunkstück der aktuellen Ausstellung „Mythos Wald“.© FUNKE Foto Services | Socrates Tassos

Eine „Extraschicht“ legt auch die aus Oberhausen stammende Cover-Gruppe „Mottek“ ein. Die Musiker bespielen zwischen 18.30 Uhr und 23.30 Uhr das Außengelände – ebenfalls im stündlichen Takt.

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Normale Eintrittskarten für die gesamte „Extraschicht“ kosten an der Abendkasse 25 Euro. Im Vorverkauf sind es 22 Euro, ermäßigt 17 Euro. Damit lassen sich alle Spielorte der Industrienacht besuchen. Wer ausschließlich das Theater Oberhausen sehen möchte, der kann zudem ein Einzelticket für 15 Euro buchen. www.extraschicht.de