Die große Party ist beendet. Der Veranstalter „I-Motion“ aus Mülheim-Kärlich vermeldete am späten Samstagabend die offizielle Besucherzahl für das Elektro-Festival „Ruhr in Love“ in Oberhausen: 30.000 Fans feierten zehn Stunden lang und hörten dabei 250 Discjockeys auf 25 Freiluft-Tanzflächen zu. Eine Besucherzahl, die mit den beiden Vorjahren vergleichbar ist.

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Aber nicht nur der Veranstalter zieht Bilanz. Auch die Polizei blickt auf ihre Einsätze beim beliebten Musikfestival zurück. „Ein besonderer Schwerpunkt der polizeilichen Maßnahmen lag auf der Bekämpfung des illegalen Drogenhandels sowie des Konsums von Betäubungsmitteln“, heißt es in einer Stellungnahme.

Ruhr in Love 2026: Polizei erwischt mehr als 170 Personen mit Drogen

Dabei waren die Polizisten nicht gerade beschäftigungslos. Mehr als 170 Raver wurden mit Drogen erwischt. Die Beamten leiteten daraufhin Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Die gefundenen Betäubungsmittel stellten die Fahnder sicher.

Ruhr in Love 2026
Die Veranstalter von „Ruhr in Love“ kalkulierten vorher mit 25.000 Fans. Am Ende zählten die Macher sogar 30.000 Anhänger in Oberhausen-Osterfeld.© FUNKE Foto Services | Tobias Stern

Die Zahl der Ermittlungserfolge hat sich gegenüber dem Vorjahr spürbar erhöht. 2025 fanden die Polizisten bei 70 Festivalbesuchern illegale Substanzen. 2024 waren es noch 150, 2023 sogar 450 Strafverfahren. Die Polizei wird auch deshalb Jahr für Jahr bei „Ruhr in Love“ so rege fündig, weil kurz hinter dem Eingangsbereich bei den Besucherinnen und Besuchern durchgehend Kontrollen vorgenommen werden.

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Beamte in Uniform sowie Drogenfahnder in ziviler Kleidung waren im Einsatz. Es kam am Samstag zu Einsätzen auf dem Festivalgelände sowie im gesamten Stadtgebiet. Hier nahmen die Beamten vorrangig die Drogenhändler ins Visier.

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Zudem wurde überprüft, ob Autofahrer ihr Fahrzeug unter Drogen- oder Alkoholeinfluss steuern. Das Ergebnis: Gleich zehn Fahrer waren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln oder Alkohol unterwegs.

Polizei: „Die Veranstaltung verlief weitestgehend friedlich“

Die Polizisten mussten sechs Strafanzeigen schreiben, unter anderem wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. Neun Personen wurden festgenommen oder wanderten ins Polizeigewahrsam. Vier Platzverweise mussten ausgesprochen werden. Trotzdem bilanziert die Polizei mit Blick auf die hohe Besucherzahl: „Die Veranstaltung verlief weitestgehend friedlich.“

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Das Elektro-Festival „Ruhr in Love“ vereint unterschiedliche musikalische Stilformen. Diese Strömungen reichen von Techno, House und Trance bis zum Hardcore. Die Sause startete 2003 noch im Nordsternpark in Gelsenkirchen. Seit 2004 wird im Osterfelder Olga-Park gefeiert. Für gewöhnlich reisen Raver am ersten Juli-Wochenende aus ganz Deutschland an.