Zusammenfassung

  • Karls Erlebnis-Dorf am Centro Oberhausen sammelt für einen Weltrekord tausende Kaffeekannen, die in langen Regalreihen im Freizeitpark ausgestellt werden.
  • Besucher sind aufgerufen, eigene Kannen mitzubringen. Dafür erhalten sie eine Sammelurkunde.
  • In allen Karls-Parks, von der Ostsee bis nach Berlin, sind auf diesem Weg fast 90.000 Kaffeekannen zusammengekommen, die gleichzeitig als außergewöhnliche Dekoration dienen.

Karls-Geschäftsführer Robert Dahl ist sich sicher: „Wir benötigen jede Kanne!“ Für den neuen Freizeitpark Karls Erlebnis-Dorf am Centro Oberhausen ist es am Mittwoch, 22. Juli 2026, um 11 Uhr losgegangen. Und mehr als 18.000 Kaffeekannen stehen seitdem in den Hütten in den Regalen.

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Dabei haben die Betreiber gar nicht vor, die Gäste unter erhöhten Kofeineinfluss zu setzen. Alle Behälter sind leer und sollen in absehbarer Zeit auch nicht benutzt werden. Warum aber stehen die schmucken Kannen überwiegend im 6000 Quadratmeter großen Hauptgebäude am Parkeingang in langen Regalreihen bis unter das Dach?

Karls Erlebnis-Dorf möchte Kaffeekannen-Weltrekord verteidigen

Der Grund ist simpel. Die Kaffeekannen sind für einen Weltrekord bis in die obersten Dachgiebel verteilt worden. Die Freizeitparkbetreiber haben sich die Bestmarken für die meisten Kannen bereits gesichert, als an Karls Erlebnis-Dorf in Oberhausen noch nicht zu denken war. Im Jahr 2009 sammelten die Macher in ihrer Firmenzentrale in Rövershagen bei Rostock rund 14.000 Kaffeekannen. Ein globaler Rekord.

Erlebnis-Dorf in Oberhausen
Sie haben es auf der Pfanne – mit der Kanne. Im neuen Freizeitpark Karls Erlebnis-Dorf neben dem Centro Oberhausen stehen 18.000 Kaffeekannen. Zusammen mit den Kannen an anderen Standorten wollen die Parkbetreiber ihren Weltrekord verteidigen.© FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka

„Die Idee stammte von einer engagierten Sammlerin“, erklärt Robert Dahl. „Sie hatte bei sich kaum noch genügend Platz und hat uns gefragt, ob wir einige ihrer Kaffeekannen in unserem Hofladen ausstellen wollen.“ Um letztlich den Weltrekord zu erreichen, hatten die Karls-Macher anschließend bundesweit bei Sammlern und Privatpersonen nach Dauerleihgaben gefragt.

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„Die Leute haben Keller, Dachböden, Schränke und Regale durchforstet“, erzählt der Freizeitparkchef. Einige Kannen-Besitzer sollen ihre Fundstücke sogar mit der Schubkarre zur Karls-Firmenzentrale gebracht haben. Da die Sammlerwelt bekanntlich nicht schläft, mussten die Unternehmer ihren Rekord im Guinnessbuch der Rekorde zwischendurch wieder abgeben.

Sammlerin wollte Kaffeekannen im Hofladen ausstellen

Doch mit der Eröffnung weiterer Karls-Standorte konnten sich die Sammler die Bestmarke zurückholen. Da die Freizeitparks längst woanders, in Elstal bei Berlin oder Warnsdorf bei Travemünde, öffnen, setzt Dahl nämlich auf breite Unterstützung der Gäste. „Wir freuen uns, wenn uns die Leute weitere Kannen zur Verfügung stellen. Nur so können wir den Rekord verteidigen.“

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Insgesamt sind auf diesem Weg im Karls-Universum knapp 90.000 Kaffeekannen zusammengekommen, die nebenbei die Freizeitparks dekorieren.

Auch die Oberhausener können ihre Porzellankannen im Karls-Park abgeben. Zur Belohnung gibt es dafür eine Sammelurkunde. Was fragen die Parkbesucher zuerst, wenn sie die tausenden Kaffeekannen sehen? „Wer muss die Kannen, oben in den Regalen, eigentlich entstauben?“ Die Antwort lautet übrigens: „Keiner!“