Der Büdericher Marktplatz ist fertig, mittlerweile sind auch die lang vermissten Bäume gepflanzt – somit kann nun auch das Festzelt wieder auf seinen angestammten Platz zurückkehren, nachdem es im Vorjahr ins Gewerbegebiet vor dem Ort hatte umsiedeln müssen. Die Freude bei den Organisatoren um Frank Braem ist groß, denn: „Bis zum Gewerbegebiet läuft keiner im Dunkeln“, die Dorfmitte hingegen ist für die allermeisten Anwohner bequem fußläufig erreichbar.
Zelt steht zwei Wochen, Bierpreise sollen „human“ bleiben
Dort darf das Zelt nun wieder zwei Wochen (statt zuletzt nur einer Woche) stehen und wird in dieser Zeit mit insgesamt vier (statt vorher drei) Veranstaltungen bespielt. Offiziell angemeldet haben das Zelt die St. Petri Junggesellen, deren Elferrat hierher zum traditionellen Büttenabend lädt. Der ist für den Karnevalssonntag, 2. März, terminiert und steht in diesem Jahr unter dem Motto: „575 Jooer im Bürick‘se Narrenland, met Schtols on Froit – Hant in Hant“. Geleitet wird die Sitzung alljährlich vom jeweiligen Karnevalsprinzen, das ist in der Session 2024/25 Lennart Bergkemper.
Heimatverein und Bürgerverein bespielen das Zelt zusätzlich mit jeweils einer Veranstaltung, denn nur mit möglichst viel Publikum kann sich so ein Zelt tragen. Neu ist, dass man in Büderich dieses Jahr auf einen Festwirt verzichtet, stattdessen werden die drei beteiligten Vereine den Getränke-Ausschank bei den vier Events selbst übernehmen. „Wir wollen auch humane Bierpreise machen“, verspricht Frank Braem. Die 0,3-Liter-Flasche soll es für 2,50 Euro geben.
Auftakt macht das traditionelle „Büdericher Grünkohlessen“
Die chronologisch betrachtet erste Veranstaltung im diesjährigen Zelt ist das „Büdericher Grünkohlessen“ des Heimatvereins Büderich und Gest. Die im Polderdorf beliebte Veranstaltung ist für Freitag, 28. Februar, geplant. Zubereitet und serviert wird das Gemüse wie üblich von der örtlichen Metzgerei Tepaß.

Es folgt der bereits erwähnte Büttenabend der Junggesellen am Karnevalssonntag, bevor es am Wochenende nach Karneval weitergeht. Ganz bewusst wurde das Zeltprogramm entzerrt, erläutert Frank Braem. Denn zum einen konkurrieren in der Zeit kurz vor dem Sessions-Höhepunkt noch andere Veranstaltungen in der Nähe um die Gunst der Besucherinnen und Besucher, zum anderen ist es für die meisten Menschen schwierig, drei Abende für den Zeltbesuch freizuschaufeln.
Comedy-Abend – jetzt ohne Schlager
Somit wandert der mittlerweile etablierte und durchaus beliebte Comedy-Abend auf den Freitag nach Karneval, 7. März. Ursprünglich mal als „Comedy trifft Schlager“ gestartet, haben die Verantwortlichen das Konzept leicht verändert. Es firmiert nun als „Comedy mit Freunden“, der Tanz-Teil, der bislang an die klassische Stand-Up-Comedy Mixed Show anschloss, wird gestrichen. „Das wird einfach ungemütlich, wenn man danach erst mal die Stühle wegräumt“, erklärt Braem die Veränderung. Auch deshalb seien viele Besucher in den vergangenen Jahren an diesem Punkt nach Hause gegangen. Die Kosten für DJ und Tanzfläche kann der Büdericher Bürgerverein sich also sparen. Statt des Schlager-Teils will man nach dem (gewiss wieder) pointenreichen Programm einfach noch gemütlich beisammen sein.

Besagtes Programm kommt, wie schon in den vergangenen Jahren, mit drei Künstlern daher, deren Humor und Spielart äußerst unterschiedlich ist. Mit Klaus Renzel wurde ein Künstler verpflichtet, der musikalisch ist und außerdem für sogenannte „visual Comedy“ bekannt – bei ihm wird die Komik also auch non-verbal transportiert. Ganz im Gegenteil zu Christoph Brüske, der zwar ebenfalls Musik macht, diese aber mit politischem Kabarett verbindet. Eine Mischung aus Comedy, Clownerie und Musik verspricht Bernd Busch, der auch der „Jack Nicholson unter den Komikern“ genannt wird. Moderiert wird die Show von Tim Becker, der in Büderich kein Unbekannter ist. Bereits 2023 war er als Bauchredner Teil des Comedy-Abends und erntete damals den mit Abstand meisten Applaus. Auch weil sein Humor so herrlich leicht und unverfänglich ist.
Neues Fomat: Junggesellen laden zum Zeltquiz
Einen Abend später, warten schließlich wieder die Junggesellen mit einer völlig neuen Veranstaltung auf: „Das große Bürick‘se Zeltquiz“ steht für Samstag, 8. März, auf dem Festzelt-Programm. Es soll dem Stil eines Kneipenquizzes nachempfunden sein, bei dem sich die Teilnehmer als Teams anmelden und gegeneinander um den Sieg rätseln. Zu gewinnen gibt es laut Ankündigungs-Plakat „einmalige Preise im Wert von über 300 Euro“.
Achtung: Fristen bei Karten und Anmeldungen
Das „Büdericher Grünkohlessen“ beginnt am Freitag, 28. Februar, um 19 Uhr, Einlass ist ab 18 Uhr. Anmeldungen mit Personenzahl sind bis Freitag, 21. Februar, möglich per Email an: vorstand@hvbgev.de oder telefonisch bei Bernhard Tepass: 0163/55 05 707.
Der Kartenverkauf mit Platzreservierung für den Büttenabend der Junggesellen steigt am kommenden Sonntag, 16 Februar, in der Kultkneipe „Zum alten Stadttor“ ab 16 Uhr, der Eintritt liegt bei 12 Euro. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 2. März um 19.11 Uhr, Einlass ist ab 18 Uhr.
Karten für „Comedy mit Freunden“ gibt es in der Bäckerei Borgmann, in der Metzgerei Wilhelm Tepaß und in der Kultkneipe „Zum alten Stadttor“. Außerdem können sie telefonisch Frank Braem reserviert werden: 02803/84 88. Die Kosten liegen bei 25 Euro (AK: 30 Euro). Der Abend beginnt am Samstag, 7. März, um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr.
Team-Anmeldungen für „Das große Bürick‘se Zeltquiz“ sind möglich per Email an: kassierer@junggesellen-buederich.de. Eine Mannschaft kann aus zwei bis acht Personen bestehen, empfohlen werden vier bis sechs. Die Teilnahmegebühr liegt bei 4 Euro pro Person. Das Quiz beginnt am Samstag, 8. März, um 19 Uhr, Einlass ist ab 18 Uhr.


