Pünktlich zum alljährlichen Frühjahrsputz in Schermbeck zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. 277 Bürgerinnen und Bürger waren am Samstagvormittag in und an den Straßengräben, am Waldrand und im Dorf unterwegs, um den achtlos weggeworfenen Müll ihrer Mitmenschen einzusammeln. Insgesamt 19 Vereine und Institutionen, aber auch Privatpersonen hatten sich im Laufe der Woche oder am Samstagmorgen im Bauhof mit Greifzangen, Handschuhen und Müllsäcken für die Aktion ausgerüstet. Die Grundschulen beteiligten sich in diesem Jahr nicht.

Schermbecker Umwelttag: 277 freiwillige Helfer

Die Aktion wird seit über 30 Jahren durchgeführt und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Zum Vergleich: 2017 nahmen 150 Personen teil, in diesem Jahr haben sich 277 Aktive angemeldet. Meist kommen noch spontan Vereinsmitglieder dazu, so auch in diesem Jahr. „In den letzten Jahren war die Zahl immer auf diesem Niveau“, sagt Heike Sczepaniak, die die Organisation übernommen hat.

Der Heimatverein Gahlen hatte 20 Personen angemeldet. Die Volksbank Schermbeck war mit fünf Personen im Einsatz, der Bürgerschützenverein Gahlen mit 12 Personen, Zwei Asylbewerber waren dabei, der Gahlener Umweltschutzverein sammelte mit 16 Teilnehmern, die Familienzentrum St. Ludgerus unterstützte die Aktion mit 20 Personen und der Kindergarten Hand in Hand mit gleich 64 Paar helfenden Händen. Die Trachtenschützengilde Uefte-Overbeck war mit neun Personen am Start, die Kita Kempkesstege mit 12 Personen und der Schützenverein Weselerwald mit 15 Personen. Das Team der Dammer Landfrauen bestand aus sechs Personen, die tatkräftig mitanpackten, während die Sportschützen Schermbeck zu fünft teilnahmen. Die CDU startete mit 10 Personen, die SPD wurde durch drei Freiwillige vertreten, die Kiliangilde Schermbeck war ebenfalls mit 10 Personen vor Ort, die Kiliangilde Altschermbeck mit 20 Personen, die Feldbahnfreunde mit drei Personen und der Heimatverein Weselerwald mit 10 Personen. Hinzukamen mindestens 14 Privatpersonen, die mithalfen, in Schermbeck aufzuräumen.

In den letzten Jahren war die Zahl immer auf diesem Niveau.

Heike Sczepaniak, Organisatorin des Schermbecker Umwelttages

Die Schermbecker Kilianer waren mit ihrer Aktion in diesem Jahr früh dran. „Kronkorken, massenweise Zigarettenkippen neben den Mülleimern, Ladekabel und Schnapsflaschen gehörten zum üblichen Dreck, der im Königreich am Mühlenteich zu finden war“, erzählt Klaus-Otto Besten. Und er berichtet, dass Uli Stiemer, der für die CDU Müll sammelte, einen Toilettendeckel fand. Beim Rundgang durch die Ortsteile waren die aktiven Müllsammler zum Teil deutlich an ihren neongelben Warnwesten zu erkennen.

Erbsensuppe als Dank für fleißige Helfer

Mitglieder des Naturschutzbundes Gahlen säuberten das Gahlener Venn und fanden „wie jedes Jahr“, so Stefan Steinkühler, wieder entsorgte Autoreifen im Unterholz. Er lacht, als er erzählt, dass in den vergangenen Jahren dort regelmäßig ausrangierte Waschbecken herumlagen. Nicht so in diesem Jahr. Maike Beckmann vom Heimatverein Weselerwald und Umgebung berichtete davon, dass neben den üblichen Autoreifen auch ein Teppich und anderer Unrat, in der Weselerwalder Natur gefunden wurde.

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Die Gahlener und auch die Weselerwalder Putzkolonnen fuhren den gesammelten Unrat mit Treckern zum Bauhof. Im Ortskern konnte er in Säcken abgestellt werden. Dort begibt sich am Montag der Bauhof auf Tour, um sie einzusammeln. Schön gedeckt war die lange Tafel im Bauhofgebäude, an der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich für mehr Sauberkeit im Ort einsetzen, mittags mit einer Erbsensuppe stärken konnten. Die Suppe wird abwechselnd von der NISPA und der Volksbank gesponsert.