Musik, Wind und Spannung. All das gab es am Sonntag beim Jungschützen-Königsschießen in Hamminkeln. Trotz des bewölkten und windigen Wetters ließen sich die Schützen nicht beirren und schossen ab 12.30 Uhr auf den Vogel. Von den zu Beginn noch 101 Schützen, wetteiferten letztendlich vier Anwärter um die Königswürde. Zu Beginn wirkte es nicht so, als ob der Vogel bald fallen würde. Dennoch schauten beobachten viele Menschen, vom Zelt vor dem Regen geschützt, dem Treiben zu.

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Ab 14 Uhr wurde es dann so richtig spannend. Der Vogel wackelte merklich und immer mehr Schaulustige kamen zusammen. Schließlich hing nur noch eine Hälfte auf der Stange. „Wir kommen in die heiße Phase“, hieß es nun. Nach weiterem Beschuss drehte sich der Rest des Vogels kopfüber – jedoch ohne zu Boden zu gehen. Die Spannung stieg – auch bei den Zuschauern. Mit dem 109. Schuss von Ben Brendjes fiel der Vogel endlich, doch der König stand damit immer noch nicht fest. Denn die Schützen in Hamminkeln schießen stets so lange, bis auch der letzte Spahn gefallen ist. Manche Schützen ärgerten sich merklich, als sie vorbeischossen. „Den kann man gar nicht treffen“, bemerkte so mancher Zuschauer.
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Ich habe es mir irgendwie erhofft, aber ich kann es immer noch nicht fassen.
Malte Wente, Hamminkelns neuer Jungschützenkönig
Der neue Thron der Hamminkelner Jungschützen
Um 14.37 Uhr fiel dann aber auch der Rest – mit dem 144 Schuss. „Malte Wente ist König“, begannen die Schützen zu singen und den Schießstand zu stürmen, um dem neuen Jungschützenkönig zu gratulieren. Der 22-jährige Polizeibeamte war völlig überwältigt. „Ich hätte echt nicht gedacht, dass das klappt“, erklärte der neue Jungschützenkönig. Sein Großvater, Jürgen Räumschüssel, sah das allerdings anders. „Ich habe es nicht anders erwartet“, sagte er stolz. Seit 2019 ist Malte Wente Mitglied im Jungschützenverein und derzeit im Vorstand tätig. „Ich habe es mir irgendwie erhofft, aber ich kann es immer noch nicht fassen“, freute er sich.
Auch seine Königin Jule Ihlbrock war überrascht. „Man hat es zwar vorher irgendwie geplant, aber ich habe nicht damit gerechnet, dass Malte den abschießt. Ich freue mich und wir haben einen echt coolen Thron, aber jetzt müssen wir erstmal gucken, wie es weitergeht“, betonte die 21-jährige Physiotherapeutin. Zu ihrem ersten Thronpaar ernannte das neue Königspaar Marius Holz und Nikola Gießing. Das zweite Thronpaar wurden Jannes Elshof und Madita Klümper und zum dritten Thronpaar ernannt wurden Simon Berning und Lea Wente. Das vierte Thronpaar besteht aus Ben Brendjes und Verena Berning. Und Philipp Koopmann bildet gemeinsam mit Josephine Wente das fünfte und letzte Thronpaar.
Ehrenpreis Hamminkeln: Schießen erst im November geplant
Das diesjährige Königsschießen war schneller vorbei als in den Vorjahren. „Es ging schon sehr schnell“, betonte Pressewart Daniel Schnelting. Anders war es beim Preisschießen am vorangegangenen Samstag. Dort endete das Preisschießen um 18.30 Uhr mit dem rechten Flügel, da dieser sehr lange brauchte, um zu fallen. Der Reichsapfel, das Zepter und der Rumpf als Ehrenpreis werden daher erst im November bei den Sportschützen geschossen. Allerdings schaffte es Pascal Meißen den Kopf herunterzuholen und Jan Schwinnum und Dennis Schneider sicherten sich den linken und den rechten Flügel.





