Laut waren die Unwetterwarnungen für den Mittwochabend, doch am Ende ist der untere Niederrhein recht glimpflich davon gekommen. Zumindest für Wesel und Hamminkeln ziehen die beiden Feuerwehren am Tag danach diese Bilanz.

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Das außergewöhnlichste, das sich im Zuge des Unwetters in Wesel ereignet hat, war ein Blitzeinschlag in eine Doppelhaushälfte in Blumenkamp. Den hatten Nachbarn gesehen, den Knall gehört und daraufhin die Feuerwehr alarmiert, die sogleich mit dem Verdacht auf einen Dachstuhlbrand ausrückte. Vor Ort allerdings stellte sich die Situation als verhältnismäßig unspektakulär heraus: Gebrannt hatte nichts, der Blitz sei in den Schornstein des Hauses eingeschlagen, erklärt Wesels Feuerwehrchef Thomas Verbeet, und habe dort lediglich zwei Schieferschindeln abgesprengt.

Unwetter in NRW: Kaum Auswirkungen auf Wesel und Hamminkeln

Außerdem sei die Weseler Feuerwehr vier Mal zu typischen Sturmeinsätzen mit abgebrochenen Ästen ausgerückt sowie einmal zu einer fehlalarmierenden Brandmeldeanlage. Ob letztere auch mit dem Gewitter zu tun hätte, lasse sich nicht mit Sicherheit sagen, erklärt Verbeet, es sei allerdings „nicht unüblich“ bei Gewitter.

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Ganz ähnlich bilanziert Martin Vorholt, Leiter der Hamminkelner Feuerwehr das Gewitter am Mittwochabend. Insgesamt sechs Einsätze in den Ortsteilen Loikum, Mehrhoog und Hamminkeln verzeichnet er, „die anderen Ortsteile waren nicht betroffen“. Alle sechs Einsätze seien „reine Sturmschäden“ gewesen, also abgebrochene Äste, Bäume oder Masten, die zudem nicht besonders schwerwiegend waren: Sie alle konnten jeweils innerhalb einer halben Stunde abgearbeitet werden. Und auch der Niederschlag hielt sich in Grenzen, vollgelaufene Keller oder ähnliche wasserbedingte Schäden verzeichnet die Hamminkelner Feuerwehr nicht.

Im Vorfeld hatten der DWD und der bekannte Meteorologe Jörg Kachelmann vor heftigen Sturmunwettern am Niederrhein und im Münsterland gewarnt. Kachelmann verwies dabei auf das Vorhersagemodell „Icon-D2“, das er auf seiner Internetseite kachelmannwetter.com auch zugänglich macht und das auf Daten des Deutschen Wetterdienstes zugreift. „Sollte es nur ansatzweise so kommen, wären vielen umgestürzte Bäume, Beeinträchtigungen/Schäden auf Bahn & Straße die Folge“, hatte er auf Facebook geschrieben.

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) selbst hatte für weite Teile NRWs und darüber hinaus vor schwerem Gewitter gewarnt – Grund war eine Kaltfront, die aus Richtung der Benelux-Länder nach Deutschland gezogen war. Prognostiziert waren heftiger bis extrem heftiger Starkregen sowie stellenweise Hagel und Orkanböen.

meko