Das Weseler Marien-Hospital hat im Bereich der Neonatologie ein umfassendes Portfolio an Leistungen zu bieten und dank der großzügigen Unterstützung des Fördervereins Kindgerechtes Krankenhaus konnten Mitarbeitende aus Neonatologie, Geburtshilfe und Anästhesie in der letzten Woche an einem interdisziplinären Simulationstraining teilnehmen. Ziel des Trainings war es, die Zusammenarbeit in akuten Notfallsituationen zu stärken und die Handlungssicherheit aller Beteiligten zu verbessern – ein entscheidender Beitrag zur Sicherheit der kleinsten unter den Patientinnen und Patienten.

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Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Unter der Leitung von Martin Jessie, Neonatologe und externer Trainer der Firma SimCharacters, wurden realitätsnahe Szenarien wie respiratorische Anpassungsstörungen und komplexe neonatologische Notfälle simuliert. Neben medizinisch-fachlichen Aspekten standen vor allem Kommunikation, Rollenverteilung und Teamarbeit unter Stress im Fokus. Die Teilnehmenden überzeugte besonders die praxisnahe Umsetzung und die konstruktiven Nachbesprechungen.

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„Solche Trainings sind unverzichtbar, um in kritischen Situationen schnell, sicher und gut abgestimmt handeln zu können“, betont Oberarzt Arndt Jacobs, Leiter der Neonatologie am Marien-Hospital Wesel. „Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Neonatologie, Geburtshilfe und Anästhesie ist ein zentraler Baustein für die bestmögliche Versorgung unserer Früh- und Neugeborenen.“

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Die Neonatologie am Marien-Hospital Wesel erfüllt die Anforderungen der Versorgungsstufe Level 2. Das bedeutet, dass Frühgeborene ab der 29. Schwangerschaftswoche mit einem Geburtsgewicht ab 1250 Gramm sowie kranke Neugeborene rund um die Uhr von einem speziell ausgebildeten Team, bestehend aus Fachkräften im Bereich der Neonatologie, der pädiatrische Intensivmedizin, Anästhesie und Geburtshilfe versorgt werden.

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Die umfassende Betreuung beinhaltet neben medizinischer Versorgung auch Aufklärungsgespräche vor der Geburt, vorgeburtliche Besuche der Neonatologie bei drohender Frühgeburt, Stillberatung auf der Intensivstation und regelmäßige interdisziplinäre Reanimationstrainings. Diese Maßnahmen stärken die Sicherheit und Qualität der Versorgung und bieten den Familien Orientierung und Unterstützung in einer sensiblen Lebensphase.

Mehr Nähe und Geborgenheit für Familien

Um die Versorgung weiter zu optimieren, ist ein umfassender Umbau der Neonatologie in Vorbereitung. Im Mittelpunkt steht das Konzept des Rooming-in, das Eltern ermöglicht, auch auf der Intensivstation rund um die Uhr bei ihrem Kind zu sein. Dies fördert nicht nur die Eltern-Kind-Bindung, sondern unterstützt auch den Genesungsprozess der Früh- und Neugeborenen. Parallel zu den baulichen Maßnahmen werden neue Konzepte für familienzentrierte Pflege und die aktive Einbindung der Eltern in den Versorgungsprozess umgesetzt.

Mit diesen Maßnahmen stärkt das Marien-Hospital Wesel seine Position als regionaler Kompetenzträger in der Neonatologie und setzt einen klaren Fokus auf Sicherheit, Qualität und Familienorientierung in der medizinischen Versorgung von Früh- und Neugeborenen.