Im März machte die Polizei im Weseler Jachthafen einen traurigen Fund. Auf einem dort anliegenden Boot fanden sie einen verstorbenen Mann. Alarmiert wurden die Einsatzkräfte, nachdem der Hund des Verstorbenen durch Bellen auf sich aufmerksam gemacht hatte. „Lexa“, die große graue Hündin, kam daraufhin ins Weseler Tierheim. Was genau Lexa ist, kann man im Tierheim nicht sagen. „Irgendetwas mit Frisur“, scherzt Tierheimleiterin Andrea van Vorst. Sie vermutet, dass im Stammbaum der Hündin irische Wolfshunde eine Rolle spielen könnten, andere Tierheimmitarbeiter vermuten Hütehundrassen.
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Lexa trauerte im Tierheim Wesel
Bis dahin hatte sie gemeinsam mit ihrem verschiedenen Herrchen auf dem Boot gelebt – folgte ihm stets wie ein Schatten und war den anderen Menschen im Jachthafen gut bekannt. „Viele der Anleger haben sich extra bei uns nach ihr erkundigt“, berichtet sie. „Alle meinten, dass sie ein unglaublich toller Hund sei. Sie soll sich nie von der Seite ihres Herrchens fortbewegt haben und auch ausgezeichnet mit Kindern ausgekommen sein.“
Beim Eintreffen an der Lackfabrik war sie etwas schlanker, als sie sein könnte, und auch aktuell darf sie ruhig noch etwas zunehmen. An ihren ersten Tagen im Tierheim hat Lexa sehr gelitten. „Sie hat viel geweint, weil sie ja sonst 24/7 mit ihrem Herrchen zusammen war“, erklärt van Vorst. Dafür freue sich die siebenjährige Hündin unglaublich, wenn man zu ihr in den Zwinger komme und sei auch mit Elan bei Spaziergängen mit den Gassigehern des Heims dabei. „An der Feinmotorik in Sachen Leinenführigkeit muss aber noch gearbeitet werden.“

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Happy End für Lexa
Eine weitere Baustelle ist Lexas Fixiertheit auf Essbares. Das ist auch der Grund, warum das Tierheim-Team für sie ein neues Zuhause ohne kleine Kinder sucht – auch wenn sie in der Vergangenheit keine Probleme mit Kindern gehabt haben soll. „Ansonsten ist sie wirklich total unkompliziert und wir hoffen, dass sie schnell eine neue Familie findet“, so die Tierheimleiterin. Und der Wunsch wurde erfüllt. Es meldete sich jemand für Lexa – eine Familie, die ihren verstorbenen Besitzer über einen gemeinsamen Bekannten kannte. „Die Vermittlung ging jetzt doch total schnell“, freut sich van Vorst. „Die Familie hatte schon immer Hunde aus dem Tierschutz und eigentlich ist alles perfekt.“ Die Interessenten waren mehrmals im Tierheim, um Lexa zu besuchen und nach dem Probetag konnte sie am Sonntag in ihr neues Zuhause ausziehen. Hoffentlich für immer.



