Die Behandlung von Gebärmutterkrebs hat sich stark gewandelt. Mit dem neuen Zentrum für Gebärmutterkrebs am Evangelischen Krankenhaus Wesel erhalten Patientinnen eine spezialisierte Anlaufstelle, die Diagnostik, Therapieplanung, Operation und Nachsorge bündelt – ausgerichtet an der individuellen Erkrankung. Das teilt das EVK mit.
Neues Krebszentrum vernetzt Spezialisten für bessere Therapie
Therapieentscheidungen basieren heute nicht mehr nur auf Tumorgröße, Stadium und klassischen Risikofaktoren. Molekularbiologische Erkenntnisse zeigen präziser, wie sich ein Tumor verhält und welche Behandlung sinnvoll ist, heißt es in einer Pressemitteilung. Das verbessere die Chancen, erhöhe aber die Komplexität.
Viele Frauen erleben die Diagnose zunächst als tiefen Einschnitt.
Nicole Sigrist-Uhl, Leiterin des Gynäkologischen Krebszentrums
Das Zentrum ist am Gynäkologischen Krebszentrum des EVK Wesel angesiedelt und Teil des DKG-zertifizierten Onkologischen Kompetenzzentrums Niederrhein. Spezialistinnen und Spezialisten aus Onkogynäkologie, Onkologie, Strahlentherapie und weiteren Disziplinen arbeiten eng zusammen. Für Patientinnen bedeutet das: Diagnose und Therapie aus einer Hand, kurze Wege, feste Ansprechpartner und schnell nachvollziehbare Entscheidungen. Nicole Sigrist-Uhl, Leitung des Gynäkologischen Krebszentrums: „Wir möchten, dass Patientinnen verstehen, was ihre Erkrankung bedeutet, welche Optionen es gibt und warum wir eine bestimmte Behandlung empfehlen.“
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Molekulare Diagnostik ermöglicht individuell angepasste Therapien
Ein Schwerpunkt liegt auf der molekularen Diagnostik. Marker wie MMR-Status, p53 oder POLE fließen in die Planung ein. So lässt sich das Risiko genauer einschätzen und die Therapie gezielter wählen – wirksame Behandlungen früh einsetzen oder belastende Schritte vermeiden, wenn sie wenig Zusatznutzen bringen. „Nicht jede Therapie ist für jede Patientin richtig“, betont Sigrist-Uhl. Ziel sei nicht das umfangreichste, sondern das passendste Vorgehen – medizinisch tragfähig und mit Blick auf die Lebensqualität.
Kontakt zum neuen Zentrum
Bei Fragen oder für Terminvereinbarungen im Zentrum für Gebärmutterkrebs können sich Patientinnen und Patienten unter der Rufnummer 0281 106-3080, per Fax an 0281 106-2799 oder per Mail an gynaekologie@evkwesel.de an das Sekretariat wenden. Termine sind auch online unter portal.gesundheitscampuswesel.de buchbar.
Erfahrene Operateure berücksichtigen Tumorbiologie, Stadium und individuelle Faktoren. Moderne Konzepte wie die Sentinel-Lymphknoten-Technik gehören dazu, ebenso strukturierte Entscheidungen zu adjuvanter oder palliativer medikamentöser Therapie. Ambulante Chemotherapien sowie Immun- und Checkpoint-Therapien erfolgen eng abgestimmt am Standort.
Team in Wesel begleitet über die Behandlung hinaus
Entscheidend sei, dass Fortschritt im Alltag ankommt. Viele Betroffene stehen unter Zeitdruck, müssen Befunde einordnen und mit hoher emotionaler Belastung umgehen. Das Team in Wesel will daher nicht nur behandeln, sondern Orientierung geben: verständliche Gespräche, transparente Empfehlungen und Begleitung über die erste Behandlungsphase hinaus.



