Pünktlich im Monat des Gebärmutterkrebses rückt der Gesundheitscampus Wesel die Versorgung von Patientinnen mit Gebärmutterkrebs in den Fokus. Das im Mai eröffnete Zentrum für Gebärmutterkrebs am Evangelischen Krankenhaus erhält eine wichtige Bestätigung: Die Klinik für Gynäkologie, Urogynäkologie und gynäkologische Onkologie wurde erneut vom Magazin Stern für ihre besondere Expertise im Bereich gynäkologischer Operationen ausgezeichnet.

Nicht jede Therapie ist sinnvoll – die richtige Therapie schon

Nicole Sigrist-Uhl, Leiterin des Gynäkologischen Krebszentrums am EVK

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Individuelle Therapie und enge Vernetzung für Patientinnen

Dies bedeutet für Patientinnen am Standort eine enge Verzahnung von spezialisierter Diagnostik, moderner Therapieplanung und erfahrener operativer Kompetenz. Gebärmutterkrebs zählt zu den häufigeren Krebserkrankungen bei Frauen. Entscheidend sind eine frühzeitige Abklärung, eine exakte Einschätzung des individuellen Risikos und eine Behandlung, die sowohl medizinisch sinnvoll als auch auf die Lebenssituation der Patientin abgestimmt ist.

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„Nicht jede Therapie ist sinnvoll – die richtige Therapie schon. Genau nach diesem Grundsatz arbeiten wir in unserem Zentrum“, erklärt Nicole Sigrist-Uhl, Leiterin des Gynäkologischen Krebszentrums, dem das neue Zentrum angehört. Dieses ist Teil des Onkologischen Kompetenzzentrums Niederrhein am EVK Wesel. Im Zentrum für Gebärmutterkrebs werden bestehende Strukturen der gynäkologischen Onkologie noch enger vernetzt. Patientinnen profitieren von sorgfältiger Diagnostik, strukturierter Therapieplanung, molekularer Tumoruntersuchung und operativer Behandlung durch erfahrene Gynäkoonkologen, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Ziel sei eine Versorgung, die dem aktuellen Stand der Wissenschaft entspricht und zugleich individuell bleibt.

Früherkennung ermöglicht gezieltere Therapie bei Gebärmutterkrebs

„Die Stern-Auszeichnung für gynäkologische Operationen bestätigt unsere operative Erfahrung. Sie unterstreicht zugleich, wie wichtig es ist, diese Expertise in einem spezialisierten Zentrum gezielt zusammenzuführen“, betont Chefarzt Dr. med. Bernhard Uhl. Weiterführende Therapien wie ambulante Chemo- und Immuntherapien erfolgen in enger Abstimmung mit den Fachbereichen. Die Strahlentherapie Niederrhein ergänzt das Spektrum direkt am Standort. Begleitete Nachsorge, psychoonkologische Unterstützung und feste Ansprechpartner sollen bei Patientinnen und Patienten für zusätzliche Orientierung sorgen.

„Eine Krebsdiagnose löst bei vielen Patientinnen zunächst Unsicherheit aus“, so Dr. Uhl. Neben medizinischer Qualität sei deshalb auch eine klare und verständliche Kommunikation besonders wichtig. Anlässlich des Monats des Gebärmutterkrebses, der international von der International Gynecologic Cancer Society (IGCS) ausgerufen wird, gibt Dr. Uhl Frauen in der Region folgenden Rat: „Ungewöhnlichen Blutungen, insbesondere nach den Wechseljahren, besondere Aufmerksamkeit schenken. Sie sollten zeitnah gynäkologisch abgeklärt werden. Denn je früher Veränderungen erkannt werden, desto gezielter lässt sich die weitere Behandlung planen.“