Die Energiegenossenschaft Hamminkeln hat auf ihrer Generalversammlung jetzt eine erstaunliche Bilanz ihrer Entwicklung gezogen: Aktuell zählt die Genossenschaft 466 Mitglieder, das ist ein rasantes Wachstum. Es sind Bürger, Unternehmen, Vereine und Institutionen, die sich engagieren. Zum Vergleich: Ende 2024 zählte die Genossenschaft noch 17 Mitglieder.

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„Dieses Wachstum zeigt, dass die Menschen in Hamminkeln die Energiewende aktiv mitgestalten wollen“, erklärte Vorstand Stefan Bollmann. „Unser Ziel ist es, Wertschöpfung in der Region zu halten und möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich an konkreten Energieprojekten zu beteiligen.“
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Energiegenossenschaft Hamminkeln: 15 Tonnen CO₂ eingespart
Ein wichtiger Meilenstein war die Umsetzung der ersten eigenen Photovoltaikprojekte. Die Anlage am Loikumer Rott mit einer Leistung von 99 Kilowattpeak ist seit März 2026 am Netz und hat bereits rund 38.000 Kilowattstunden Strom erzeugt. Dadurch konnten bislang etwa 15 Tonnen CO₂ eingespart werden. Darüber hinaus realisierte die Genossenschaft eine weitere Photovoltaikanlage an der Rathausstraße. Weitere Projekte befinden sich bereits in der Vorbereitung.
Größere Projekte geplant
„Nach der Gründungs- und Aufbauphase sehen wir nun die ersten sichtbaren Ergebnisse unserer Arbeit“, so Bollmann. „Die ersten Anlagen produzieren Strom, weitere Projekte sind auf den Weg gebracht. Das ist ein wichtiger Schritt für unsere Genossenschaft.“
Auch bei größeren Vorhaben kommt die Energiegenossenschaft voran. Gemeinsam mit Partnern wird die Entwicklung der Freiflächen-Photovoltaikanlage Butenfeld mit einer geplanten Leistung von rund neun Megawattpeak und einem Energiespeicher vorangetrieben. Parallel arbeitet die Genossenschaft an Projekten in den Bereichen Windenergie, Speichertechnologien und Sektorenkopplung.

Aus der Region für die Region
Ein besonderer Schwerpunkt der Generalversammlung war die Vorstellung der neuen Strom-Community „grid4seven“. Dahinter steht die Idee, Strom aus der Region künftig stärker für die Region nutzbar zu machen und neue Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung zu schaffen. Die Energiegenossenschaft sieht darin einen wichtigen Baustein für mehr regionale Energieunabhängigkeit und eine stärkere lokale Wertschöpfung.
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„Mit grid4seven wollen wir einen weiteren Schritt gehen“, erläuterte Bollmann. „Wir möchten nicht nur Energie erzeugen, sondern langfristig auch die Menschen vor Ort stärker miteinander vernetzen – Erzeuger, Verbraucher, Unternehmen, Vereine und die Kommune. Die Energiewende gelingt dann am besten, wenn möglichst viele davon profitieren.“ Aufsichtsratsvorsitzende Stefanie Schulten-Borin bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement.







