Muss der Rasen wirklich sattgrün sein? Die Untere Wasserbehörde des Kreises Wesel rät in einer Pressemitteilung dazu, in den kommenden Wochen bewusster mit Grund- und Trinkwasser umzugehen. Ein blasserer Rasen sei kein Grund zur Sorge – die Natur erhole sich schnell, wenn man ihr die Chance zur Selbstregeneration lasse. Wer zwischen 9 und 19 Uhr auf das Sprengen verzichte, könne bereits viel bewirken.

Wasserverbrauch senken: Pools seltener neu befüllen

Auch der Badespaß müsse an heißen Tagen nicht zu kurz kommen, so die Behörde. Planschbecken und Pools brauche man aber nicht täglich neu zu befüllen. Eine Abdeckung schütze vor Verdunstung und Verunreinigung, halte das Wasser länger sauber und kühl – und senke den Verbrauch deutlich. Hintergrund der Appelle ist der Klimawandel mit immer längeren Trockenperioden. Grund- und Trinkwasser gerieten zunehmend unter Druck, heißt es aus dem Kreishaus. Umso wichtiger sei es, den eigenen Verbrauch kritisch zu hinterfragen und dort zu sparen, wo es möglich ist.

Auch interessant

Landrat Ingo Brohl geht davon aus, dass eine Allgemeinverfügung in diesem Jahr nicht nötig wird: „Ich gehe aktuell davon aus, dass keine Allgemeinverfügung zur Untersagung der Entnahme von Grundwasser sowie zur Entnahme aus oberirdischen Gewässern in diesem Jahr notwendig sein wird. Dennoch wäre es gut, wenn wir uns alle am Niederrhein grundsätzlich und in den nächsten Wochen besonders für einen bewussteren und schonenderen Umgang mit Wasser entscheiden. Wenn jeder Einzelne sich dies freiwillig vornimmt und umsetzt, wird am Ende aus jedem eingesparten Tropfen ein gemeinsamer Beitrag zum Schutz unseres wertvollen Lebenselixiers Wasser.“

Auch interessant

Der Kreis behalte den Grundwasserspiegel weiter im Blick. Sollte er sich negativ entwickeln, seien weitere Schritte möglich, teilt die Verwaltung mit.