Die Vereinten Nationen haben 2026 zum Internationalen Jahr der Weidelandschaften und Hirten erklärt. In Deutschland steht dabei vor allem die Schäferei im Mittelpunkt – wegen ihrer Bedeutung für Artenvielfalt, Natur-, Umwelt-, Klima- und Hochwasserschutz sowie für hochwertige Produkte aus der Schafhaltung. Auch der Kreis Wesel ist mit einer eigenen Veranstaltungsreihe beteiligt.

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Zum Aktionsjahr gehört ein symbolischer Hirtenzug, der überwiegend virtuell stattfindet: Ein Hirtenstab wird zwischen Schäfereien, Ministerien und weiteren Beteiligten weitergereicht. In einigen Bundesländern begleiten echte Schafherden diesen Zug. Am 1. August übergibt Niedersachsen den offiziellen Hirtenstab an Nordrhein-Westfalen. Das teilt der Kreis-Schafzuchtverein Wesel mit, der sich sowohl virtuell als auch mit mehreren Veranstaltungen und einem eigenen Hirtenzug am „Hirtenzug 2026“ beteiligt.

Auftakt in der Walsumer Rheinaue

Los geht es am Montag, 3. August, um 11 Uhr in der Walsumer Rheinaue unter dem Motto „Natur trifft Industrie“. Treffpunkt ist die Hubbrücke Walsum an der Dr.-Wilhelm-Roelen-Straße in Duisburg. Dabei sind unter anderem Duisburgs Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn, Vertreter des Deichverbands Duisburg-Walsum und der Weseler Schäfer Maik Dünow.

Einen Tag später, am Dienstag, 4. August, um 14 Uhr, geht es weiter am Emscherdeich. Auf dem Parkplatz Emscher, Rheinaue 51 in Dinslaken-Stapp, steht das Thema „Hochwasser- und Naturschutz am Emscherdeich“ im Mittelpunkt. Erwartet werden Professor Frank Obenhaus von Emschergenossenschaft und Lippeverband, Voerdes Bürgermeister Dirk Haarmann, Ingo Hülser vom Deichverband Mehrum sowie erneut Schäfer Maik Dünow.

Der Hirtenzug 2026

Durch den Hirtenzug wollen Schäferinnen und Schäfer die Leistung der Schaf- und Ziegenhaltung sichtbar machen. Der Hirtenzug endet auf der Euro-Tier in Hannover, der weltweit größten Fachmesse für Nutztierhaltung. Der Plan ist, dort die Anliegen der Schaf- und Ziegenhaltung in die öffentliche und fachliche Debatte einzubringen. Weitere Informationen finden sich unter www.wir-lieben-schafe.com

Beweidung als Naturschutz

Am Mittwoch, 5. August, um 14 Uhr öffnet die Schäferei Dünow an der Willy-Brandt-Straße 27 in Wesel (Einfahrt über den Kasselweg) ihre Tore. Unter dem Titel „Naturschutz durch Beweidung mit Schafen – Schafe für Wesel“ kommen Weseler Bürgermeister Rainer Benien, Vertreter der Biologischen Station Wesel, Schäfer Maik Dünow und der Hünxer Schäfer Moritz Specht zusammen.

Am Freitag, 7. August, um 17 Uhr trifft eine Schafherde in Gahlen ein. Treffpunkt ist die Kirchstraße Ecke Heisterkampstraße. Schäfer Maik Dünow bringt nach eigenen Angaben rund 200 Schafe mit. Empfangen werden sie von Jürgen Höchst, Vorsitzendem des Heimatvereins Gahlen, und der Gahlener Schäferin Christiane Rittmann.

Höhepunkt beim Schafsmarkt in Gahlen

Den Abschluss und zugleich Höhepunkt bildet der Schafsmarkt in Gahlen am Sonntag, 9. August. Um 13 Uhr startet dort der Hirtenzug 2026 durch den Ort. An der Spitze gehen NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen, der Weseler Landrat Ingo Brohl und Schäfer Maik Dünow. Begleitet werden sie von weiteren Hirtinnen und Hirten sowie von Vertretern aus Politik und Naturschutz – darunter die Landtagsabgeordneten René Schneider und Julia Kahle-Hausmann sowie Josef Tumbrink, Leiter der Abteilung Artenschutz im NRW-Umweltministerium.