Mit den Osterferien beginnt die Urlaubssaison auf Texel, dann kommen auch viele deutsche Gäste auf die größte der fünf niederländischen Wattenmeerinseln. Vorher genießen oft Wanderer, Radfahrer und Familien mit kleineren Kindern die außergewöhnliche Natur.

Dienstags
Der NRZ-Niederlande-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Wichtige Nachrichten und spannende Berichte aus unserem Nachbarland - einmal pro Woche direkt in ihr Postfach.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Ein besonderer Ort auf Texel ist der Hoge Berg zwischen der Inselhauptstadt Den Burg und dem Hafendorf Oudeschild. Der 15 Meter hohen Wall ist in der vorletzten Eiszeit entstanden und meist schon aus weiter Entfernung zu sehen. Am Hoge Berg vorbei verläuft auch die schönere der beiden Texeler Etappen des Nordhollandpads (siehe Text oben). Alle paar hundert Meter sind Tafeln zu finden, die mehr über die Geschichte dieser traumhaften Gegend verraten.

Im Jahr 1635 erhielt das Waisenhaus in Den Burg das Recht, Wasser für Schiffe zu fördern, die vor Texel lagen und auf gute Winde für lange Reisen warteten. Ein Schiff der Ostindien-Kompanie (VOC) mit 300 Mann Besatzung nahm etwa 170 große Fässer mit über 600 Litern Trinkwasser für die Reise zum Kap der Guten Hoffnung mit. Das Texeler Trinkwasser wurde wegen seiner langen Haltbarkeit sehr geschätzt. Es wird langsam durch den Geschiebelehm im Hoge Berg gefiltert. Bei diesem Vorgang löst sich auch Eisen im Wasser. Die Fässer wurden bei den Wezenputten (Waisenbrunnen) gefüllt. Dann wurden sie zum Hafen nach Oudeschild gebracht.
- Lesen Sie auch: Auf dem Nordhollandpad zwischen den blühenden Blumen wandern.
Zwischen Oudeschild und dem Hoge Berg durchziehen Gräben die Landschaft. Mielanden heißen die unter dem Meeresspiegel liegenden früheren Salzwiesen. Das Meerwasser konnte in die Polder eindringen, wodurch das Wasser in den Gräben zwar brackig aussieht, aber eine Vielfalt an speziellen Pflanzenarten hervorbrachte, die wiederum für ihre medizinische Wirkung bekannt waren. Bauern ließen daher hier ihre kranken Schafe länger grasen. Der Name des Grundstücks „de Apotheek“ erinnert noch an diese Nutzung.

Urlaub auf dem Landgut
Am Skillepaadje zwischen Oudeschild und dem Hoge Berg, direkt am früheren Wezenputten, steht das Haus Brakestein. Im 18. Jahrhundert war es ein bekannter Landsitz des Landvermessers Leendert den Berger, dem große Ländereien zwischen De Schans, Oudeschild und dem Hoge Berg gehörten. Heute können hier Gäste, die eine komfortable Unterkunft in ruhiger Lage suchen, schön Urlaub machen. Das größte der drei Apartments in der ehemaligen Scheune des Landguts Brakestein ist barrierefrei und somit auch rollstuhlgerecht ausgestattet.
+++ Sie wollen keine Nachrichten mehr aus dem Nachbarland verpassen? Dann abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Niederlande-Newsletter!+++

Weitere Infos zur Ausstattung und zu Preisen hier.




