Wenige Autominuten hinter dem Autobahn-Grenzübergang Emmerich-Elten lässt ein fettes Spektakel auf sich warten. Direkt an der verlängerten A3, die auf niederländischer Seite zur A12 wird, entsteht gerade ein Fressdorf mit zahlreichen Systemgastronomien. Mitte September sollte das nach Angaben des verantwortlichen niederländischen Immobilien- und Bau-Unternehmens Ten Brinke größte „Food Village“ Europas die ersten Besucher empfangen. Daraus wird nichts. Die Eröffnung zieht sich. Wann sie nachgeholt wird, ist offen.

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Grund seien Verzögerungen beim Bau, sagte Projektleiter Erwin Slot zur Zeitung „Gelderlander“. Ten Brinke werde die Arbeiten innerhalb der nächsten zwei Wochen weitgehend abschließen. Dann könnten Gastronomieanbieter beginnen, die Restaurants einzurichten. „Die tatsächliche Öffnung für den Publikumsverkehr hängt vom Tempo der einzelnen Filialen ab“, so Slot. Es wird keine gemeinsame Eröffnung aller Lokale geben – stattdessen macht jede Filiale auf, sobald sie bereit ist.
Food Village in Holland: Diese Ketten kommen
In Duiven werden sich – neben internationalen Größen wie Burger King – Unternehmen ansiedeln, die in Deutschland unbekannt sind. Darunter die niederländische Kette De Beren, die etwa Satay-Spieße, Schweinefilet und gebratenen Lachs anbietet, außerdem Nomi (Sushi und koreanische Fleischgerichte), Wok to Go (asiatisch) und Spare Rib Express – ebenfalls eine niederländische Kette. Gute Nachricht für Frikandel-Freunde: Auch der Snackautomaten-Aufsteller Febo ist dabei.
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Die Vermietung läuft dem Bericht zufolge etwas schleppend. Einige Gebäude sind noch nicht belegt. Zudem ist unklar, ob Taco Bell tatsächlich, wie angekündigt, eine Filiale in Duiven aufmachen wird – der US-Konzern, der seit 2017 in den Niederlanden präsent ist, hat finanzielle Schwierigkeiten. Slot bestritt, dass die Vakanzen problematisch seien und beteuerte: „Wir machen uns keine Sorgen, absolut nicht.“
Das Food Village entsteht im Duivener Gewerbegebiet. Am Niederrhein und im westlichen Ruhrgebiet ist das Areal durchaus bekannt: Bereits seit Jahren unterhalten der Möbelgigant Ikea und der Elektronikriese Media Markt Niederlassungen in der verkehrsgünstig gelegenen 25.000-Einwohner-Stadt. Die Ansiedlung der Gastrobetriebe soll der Region mehr als 400 Arbeitsplätze bringen. Ursprünglich war bereits 2023 mit der Eröffnung gerechnet worden.






