Ein Erdbeben der Stärke 3,4 hat die Bewohner in der nördlichen niederländischen Provinz Groningen aufgeschreckt. Es ereignete sich in der Nacht auf Freitag und handelt sich um eines der stärksten jemals in der Region registrierten Beben. Das Zentrum war in Zeerijp im Osten der Region. Es war das drittstärkste, das dort jemals gemessen wurde, teilte das zuständige meteorologische Institut KNMI mit. Menschen wurden nicht verletzt, aber Dutzende Bürger meldeten Schäden an ihren Häusern.

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Erdbeben sind in der Provinz an der Grenze zu Niedersachsen keine Seltenheit. Sie werden verursacht durch jahrzehntelange Förderung von Erdgas in der Region. Diese bodennahen Beben entstehen durch Vakuumblasen, die sich bei der Gasförderung bilden. Wegen der großen Gefahr für die Bewohner war die Produktion im vergangenen Jahr nach heftigen Kontroversen schließlich eingestellt worden. Doch die Behörden hatten bereits vorhergesagt, dass die Gefahr von Erdbeben vorerst bleiben werde. Seit Ende der Produktion hat die Zahl der Erdbeben jedoch drastisch abgenommen: In diesem Jahr gab es bisher insgesamt vier Erdstöße mit einer Stärke von 1,5 oder höher; im Vorjahr waren es sechs.
Bei den Behörden sind zunächst rund 66 Schadensmeldungen eingegangen, vor allem an Häusern. Bürger waren aber auch geschockt, meldeten politische Vertreter der Provinz. Sie hatten gehofft, dass es nach dem Ende der Gasförderung keine starken Beben mehr geben werde. Das jüngste Beben zeigt nach Angaben der Bürgerinitiative Groninger Bodem Beweging, dass die Sicherheit der Bewohner im Erdbebengebiet nach wie vor nicht gewährleistet sei. Bewohner klagen auch, dass ihre Häuser trotz Zusagen der Regierung noch immer nicht vollständig erdbebensicher gemacht wurden. (afp/dpa)




