Die Zahlen sind gewaltig: 23.000 Unterkünfte an mehr als 260 Urlaubsorten in neun Ländern in Europa. Die niederländischen Ferienhausanbieter Roompot und Landal Green Parks firmieren nun unter dem neuen Label Landal. „Wir sind damit einer der größten Anbieter von Ferienhäusern in Europa“, sagt Landal-Sprecherin Simone Clemens.

Dienstags

Der NRZ-Niederlande-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Wichtige Nachrichten und spannende Berichte aus unserem Nachbarland - einmal pro Woche direkt in ihr Postfach.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Etwa 80 Prozent der Ferienparks sind inzwischen mit den neuen einheitlichen Firmenlogos, Fahnen und Co. ausgestattet, rebrandet worden. Im Laufe des 1. Quartals des laufenden Jahres soll die Umrüstung aller Parks abgeschlossen sein.

Landal, der größte Player im Ferienpark-Geschäft

Für die Urlauber soll sich durch den Zusammenschluss nichts ändern. Laut langjährigem Hauptgeschäftsführer Jurgen Van Custem sollen Gastfreundschaft und Nachhaltigkeit noch stärker im Fokus stehen, berichtet das Portal Parkurlaub.de. Auch die beliebten Maskottchen Bollo der Bär (Landal) und Hase Koos (Roompot) wird es weiterhin geben. Koos soll dabei präsenter für die Gäste sein, Bollo aber nicht ganz verschwinden.

Roompot gehörte bis September 2020 zur französischen Private-Equity-Gesellschaft PAI Partners, ehe die der Finanzinvestor KKR Roompot für rund eine Milliarde Euro erworben hat. Die Firma hatte ihren Sitz lange Zeit in Goes, Provinz Zeeland in den Niederlanden. Nach der Fusion mit Landal wurde eine große Zentrale in Amsterdam eröffnet. Vor der Fusion gehörten zum Unternehmen in den Niederlanden 123, in Frankreich 20, in Deutschland sieben, in Belgien drei und in Spanien ein Ferienpark.

Zum neuen Großanbieter Landal steuerte Landal Green Parks 63 Parks in den in den Niederlanden, elf in Deutschland, vier in Belgien, einer in Tschechien, zehn in Österreich, zwei in der Schweiz, einer in Ungarn, sieben in Dänemark und 16 in Großbritannien bei. Von mehr als zwei Dutzend Parks hatte man sich aus kartellrechtlichen Gründen im Zuge der Fusion trennen müssen.

Landal-Imperium mit Strandhäuschen, Designer-Villen und Baumhäusern

Auch Campingplätze betreibt das Unternehmen, allerdings eher im Nebengeschäft. So befinden sich unter anderem an drei deutschen Parks laut Unternehmensabgaben auch Wohnmobilstellplätze.

Durch die Fusion ist Landal nun großflächiger vertreten, zu den niederländischen Parks, die eher im Landesinneren liegen (Landal Green Park), kommen etwa solche an den Küsten (Roompot). Das Angebot reicht vom Strandhäuschen bis zu Designer-Villen, von Glamping bis zu Luxus-Chalets. Ebenso im Angebot: Ein Baumhauspark im niederländischen Miggelenberg.

Landal, das seinen Deutschland-Sitz im rheinland-pfälzischen Trier hat, beschäftigt laut eigenen Angaben 5200 Mitarbeiter und beherbergt jährlich sechs Millionen Gäste. Übernachtungspreise nannte die Firma auf Nachfrage nicht, sagt, sie würden je nach Unterkunftsart, Reisezeit und Aufenthaltsdauer variieren und seien marktüblich.