Lässig lehnt Noel Gallagher an der Säule, daneben ein Plakat, das verschiedene Bands ankündigt. Darunter auch Oasis, die mit Verve zusammen in Amsterdam auftreten - und zwar in der Arena. Gemeint ist nicht das große Stadion von Ajax im Süden der niederländischen Hauptstadt, sondern ein Jugendzentrum und Low-Budget-Hotel am Oosterpark.

Beeindruckende Kapelle

Das Foto ist von 1994, die Band aus Manchester ist zwar auch schon außerhalb ihrer englischen Heimat bekannt, aber noch nicht das große Ding, das bald weltweit Stadien füllt. Oasis spielen in der Kapelle des historischen Gebäudes, das 1992 wiedereröffnet hat und der Popkultur eine Bühne bietet. Wer nach der Show nicht nach Hause fahren möchte, kann im Schlafsaal preisgünstig übernachten.

Außenansicht Hotel Arena am Oosterpark in Amsterdam.
Außenansicht Hotel Arena am Oosterpark in Amsterdam.© Hotel Arena

Drei Jahrzehnte später sind nicht nur Oasis in anderen Dimensionen unterwegs, sondern auch das Hotel Arena. Das heißt seit 1996 offiziell so und hat sich nach mehreren aufwendigen Sanierungen zu einer feinen Adresse in Amsterdam aufgeschwungen. Nicht nur das Ambiente ist inzwischen auf Vier-Sterne-Niveau, sondern auch die Preise. Es lohnt sich allerdings, denn Übernachten in Amsterdam ist generell teuer geworden, und hier gibt es für einen vergleichbaren Tarif wie in einer schnöden Hotelkette etwas individuellen Luxus mit Stil.

Mit wechselnden Ausstellungen wie „Depth of Field“ (Fotografien, bis 23. März) und „Imagine Amsterdam“ (27. März bis 10. Mai) hat sich das Hotel Arena zudem seinen Status als anspruchsvolle Kulturstätte bewahrt. Von hier aus, nicht ganz zentral gelegen, aber auch nur 2,5 Kilometer zum Beispiel vom Museumsplein entfernt, kann die Stadt recht bequem erobert werden. Wohin es in Amsterdam gehen kann, dabei hilft die Neuauflage eines bewährten Reiseführers.

Der Marco-Polo-Reiseführer Amsterdam in neuer Auflage.
Der Marco-Polo-Reiseführer Amsterdam in neuer Auflage.© Mairdumont | Marco Polo

Reiseführer in neuer Auflage

Autor und Blogger Ralf Johnen hat für Marco Polo Reisen wieder einen Rundgang durch seine Wahlheimat aufgeschrieben. Wer nicht auf den Charme des historischen Amsterdam verzichten will, aber keine Lust aufs Gewusel inmitten Tausender Touristen rund um den Dam im Zentrum hat, dem empfiehlt der Insider einen Spaziergang durch den Jordaan. In den teils gut versteckten Hofjes des früheren Arbeiterviertels wird es plötzlich ganz ruhig. Und genau solche Insidertipps machen den Wert dieses kleinen, handlichen Taschenbuchs aus.

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