Die Oranje-Royals erwartet ein straffes Programm. Drei Tage in den USA, drei Großstädte. Doch der Besuch des niederländischen Königs Willem-Alexander (58) und von Königin Máxima (54) in den Vereinigten Staaten ist nicht wegen der Reisestrapazen brisant. Es liegt am Gastgeber: Neben Philadelphia und Miami macht das Paar in der Hauptstadt Washington D.C. Station – und übernachtet auf Einladung von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus.

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Die Reise ist auf den 13. bis 15. April angesetzt. Es mehrt sich Kritik am Königspaar. Eine Petition fordert „Stop het bezoek“, die bislang gut 3000 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner halten es angesichts des Iran-Kriegs und von Trumps Europapolitik für unangemessen, dass Willem-Alexander den Präsidenten umgarnt. „Er erpresst Länder, indem er immer wieder mit zusätzlichen Einfuhrzöllen droht. Er hat die europäischen Länder mehrfach brüskiert und beleidigt“, schreiben die Initiatoren.

Willem-Alexander hat Trump umworben

Wie kommt es überhaupt, dass Trump Vertreter eines kleinen Landes zu einem Abendessen samt Übernachtung einlädt? Offenbar will sich Trump revanchieren: Im Juni 2025 war er beim Nato-Gipfel in Den Haag. Dort durfte er im königlichen Schloss Huis ten Bosch übernachten – und am nächsten Morgen mit Willem-Alexander und Máxima frühstücken.

Königshaus und Regierung hätten Trump seinerzeit bezirzt, um ihn gewogen zu stimmen, sagte der Verfassungsrechtler Wim Voermans von der Universität Leiden dem Sender NOS. Offenbar war das Bemühen so erfolgreich, dass der Gegenbesuch verabredet wurde. „Damals wurde eine Charmeoffensive gestartet. Daraufhin erhielt man eine Einladung.“

Die Paare speisen gemeinsam

Wohlgemerkt: Nicht in ein Gästehaus der US-Regierung, was dem üblichen diplomatischen Procedere entspräche. Sondern zu Trump persönlich. In Den Haag scheinen sie sich des Konfliktstoffs bewusst zu sein, die Übernachtung im Weißen Haus wird in der offiziellen Presseinformation nicht erwähnt. Voermans nannte den Besuch einen „schwierigen Balanceakt“, verteidigte den Palast aber. Die Einladung abzulehnen, würde zu einem diplomatischen Eklat führen, so der Professor.

Während des Washington-Besuchs werden die Royals mit Trump (79) und seiner Frau Melania (55) zu Abend essen. Dazu wird auch der neue Ministerpräsident Rob Jetten anreisen. Der Vorstellungstermin des 39-Jährigen bei Trump ist wohl ein Verdienst Willem-Alexanders. Frühere Ministerpräsidenten seien erst nach Jahren ins Weiße Haus geladen worden, sagte Henne Schuwer, ehemaliger niederländischer Botschafter in den USA. „Es gibt immer Dutzende von Leuten, die vor einem dran sind. Dass Jetten den Präsidenten jetzt kurz nach seinem Amtsantritt besucht, ist außergewöhnlich.“