Konzerte direkt am Meer, international bekannte Popkünstler, Zehntausende Besucher – und belastende Temperaturen: Angesichts drohender Sommerhitze warnen die Veranstalter eines der größten niederländischen Musikfestivals, des „Concert at Sea“ in der Provinz Zeeland, vor Gefahren. Man werde dem Publikum kostenloses Trinkwasser sowie Sonnencreme zur Verfügung stellen, hieß es. Zudem solle es vor den beiden größten Bühnen Schwämme zur Abkühlung geben.

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Ein Bierverbot ist nicht geplant. In einigen Regionen Frankreichs war zuletzt als Reaktion auf die Hitze der Alkoholkonsum während des landesweiten Musikfests „Fête ⁠de la Musique“ untersagt worden.

„Concert at Sea“ mit Sophie Ellis-Bextor

Das Concert at Sea beginnt am Donnerstag (25. Juni). Auch abseits der Bühnen wird es während des dreitägigen Großereignisses viel zu sehen geben, versprechen die Veranstalter. Geplant seien Aufführungen von Straßentheater-Gruppen, zudem gebe es regionale Speisen und Getränke.

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Das Festival findet auf einer Hochwasserschutzanlage statt, dem Brouwersdam beim Dorf Scharendijke (Gemeinde Schouwen-Duiveland). In den letzten 20 Jahren kamen Stars wie Sting (74), Alanis Morissette (52), Lenny Kravitz (62) und George Ezra (33) nach Zeeland. 2026 sind unter anderem die britische Sängerin Sophie Ellis-Bextor (47) und die niederländische Rockband Bløf angekündigt.

Kleiner und etwas günstiger als deutsche Festivals

Mit nach Veranstalterangaben etwa 45.000 Besucherinnen und Besuchern pro Tag ist es etwa halb so groß wie „Rock am Ring“, eines der größten deutschen Festivals. Was die Veranstaltung in Zeeland ausmache, sei vor allem die Atmosphäre, sagt Stammbesucher und NRZ-Leser Peter Meier aus Moers. „Ich war schon achtmal da. Die Musik bietet für jeden Geschmack etwas, aber wirklich beeindruckend ist die Kulisse auf dem Damm. Wenn hinter der Hauptbühne die Sonne im Meer versinkt, herrscht eine besondere Stimmung.“

Der Eintritt kostet zwischen 85 Euro am Donnerstag und 225 Euro für die gesamten drei Tage. Die Karten sind bereits ausverkauft, es seien jedoch Tickets über eine „Resale-Plattform“ erhältlich, so die Veranstalter. Das Concert at Sea ist eine etwas günstigere Alternative zu den großen Festivals am Niederrhein. Zum Vergleich: Das „Ruhrpott Rodeo“ (24. bis 26. Juli) auf dem Flugplatz Schwarze Heide zwischen Hünxe und Bottrop kostet zwischen 135 und 276 Euro, das „San Hejmo“ (14. und 15. August) auf dem Airport-Gelände in Weeze bis zu 249 Euro.