Der ehemals schwerreiche Freizeitpark-Unternehmer Hennie van der Most (76) steht vor dem Ruin. Das Privathaus des Niederländers, eine Villa in dem Dorf Gorssel in der Provinz Gelderland, wird im Oktober zwangsversteigert. Das berichtet die Regionalzeitung „De Gelderlander“. Das Landhaus umfasst demnach elf Zimmer, eine Bibliothek und eine Sauna auf weit mehr als 1000 Quadratmetern Wohnfläche. Van der Most hatte das von Wald umgebene, 27 Hektar große Grundstück 2009 erworben.

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Bereits im April war ein Vergnügungspark in Rotterdam für 6,5 Millionen Euro zwangsversteigert worden. Van der Most hatte eine ehemalige Müllverbrennungsanlage zu einem Freizeitpark umbauen lassen, er wurde jedoch nie eröffnet.
Van der Most und das „Wunderland Kalkar“
Van der Most war Mitte der 90er-Jahre in Deutschland bekannt geworden und genoss lange den Ruf eines visionären Geschäftsmanns. 1995 kaufte er für rund vier Millionen Mark den „Schnellen Brüter“ am Niederrhein – die Ruine eines nie ans Netz gegangenen Atomkraftwerks im Kreis Kleve. Der Unternehmer machte daraus das „Wunderland Kalkar“, einen florierenden Freizeitpark, der mehr als eine halbe Million Menschen pro Jahr anzog. 2022 verkaufte van der Most das am Rhein gelegene Areal an ein niederländisches Unternehmen.
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In den letzten Jahren verließ ihn sein geschäftliches Glück. Mit dem Rotterdamer Projekt, in das er nach eigenen Angaben zig Millionen Euro investiert hatte, hat er sich offenbar übernommen. Noch 2017 betrug sein geschätztes Vermögen 75 Millionen Euro. Kürzlich lief in den Niederlanden eine TV-Dokumentation über die finanziellen Schwierigkeiten des ehemaligen Selfmade-Millionärs. Darin berichtete er, dass er keinen Berufsabschluss habe und weder lesen noch schreiben könne: „Ich habe noch nie ein Buch gelesen.“





