Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Kraft, Widerstandsfähigkeit, Kreativität und der Mut jener Frauen und Mitstreiter:innen, die sich im Iran trotz enormer persönlicher Risiken gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit auflehnen.
Auslöser der massiven Protestwelle Ende 2022 war der gewaltsame Tod der 22-jährigen kurdisch-iranischen Jina Mahsa Amini, die von der iranischen Sittenpolizei festgenommen worden war, weil sie ihr Kopftuch angeblich nicht korrekt getragen hatte. Daraufhin wandten sich Menschen aller Geschlechter, sozialer Schichten und ethnischer Hintergründe unter der persischen Losung „Zan, Zendegi, Azadi“ (abgeleitet von der kurdischen Parole „Jin, Jiyan, Azadi“ – „Frau, Leben, Freiheit“) gegen das Regime. Vor dem Hintergrund der Ereignisse im Jahr 2026, als erneut zahlreiche Menschen im Iran auf die Straße gingen und deren Proteste gewaltsam niedergeschlagen wurden, zeigt die Ausstellung die menschlichen Schicksale hinter den Aufständen.
Ein historischer Bogen von 1850 bis heute
Die Wurzeln des iranischen Frauenprotests reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Entlang eines Zeitstrahls gibt die Ausstellung Einblicke in Schlüsselmomente, porträtiert einflussreiche Persönlichkeiten und dokumentiert unterschiedlichste Formen des Aufbegehrens. Anhand persönlicher Erfahrungsberichte, medialen Bildmaterials und ausdrucksstarker Kunstwerke werden der Mut und der Erfindungsreichtum des Widerstands erlebbar gemacht – von Straßenprotesten und digitalem Aktivismus bis hin zu Kundgebungen in Schulklassen, Aktionen aus dem Gefängnis, an Gedenkstätten sowie im internationalen Exil.
Die Ausstellung
Die Ausstellung wurde ursprünglich vom Widerstandsmuseum Amsterdam konzipiert und war dort bereits zu sehen. Für die aktuelle Präsentation arbeitete das Museum eng mit einer Beratungsgruppe iranischer Frauen in den Niederlanden zusammen. Da jegliche Form des Widerstands im Iran schwerste Konsequenzen wie Haft oder Tod nach sich ziehen kann und auch im Exil lebende Unterstützerinnen vom iranischen Regime beobachtet werden, agiert ein Teil der beteiligten Frauen aus Sicherheitsgründen anonym.
Die Sonderausstellung ist noch bis zum 29. März 2027 im Freiheitsmuseum (Wylerbaan 4, 6561 KR Groesbeek, Niederlande) zu sehen.
Weitere Informationen unter: www.freiheitsmuseum.com



