Insgesamt 39.600 Menschen besaßen in Nordrhein-Westfalen zum Stichtag 31. Dezember 2021 die marokkanische Staatsbürgerschaft. Davon sind etwa 19990 männlich und 19610 weiblich. Nach Daten des Statistischen Landesamtes gibt es in Düsseldorf mit 5450 Mitgliedern die größte marokkanischstämmige Gemeinschaft Nordrhein-Westfalens. Deutschlandweit leben lediglich in Frankfurt am Main mehr Menschen mit marokkanischer Staatsbürgerschaft.
Laut einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, die das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Jahr 2007 in Auftrag gegeben hatte, hätten marokkanische Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten ab 1963 in der Regel in größeren Gruppen Beschäftigung gefunden, etwa im Opelwerk in Rüsselsheim oder in den Steinkohleminen des Ruhrgebiets. So hätten sich in bestimmten Städten sogenannte „Hochburgen“ der marokkanischen Zuwanderung gebildet. Diese würden sich stark auf Nordrhein-Westfalen und das Rhein-Main-Gebiet konzentrieren.
Marokkanische Staatsbürger in NRW: „Hochburgen“ in Dortmund, Köln und Wuppertal
Neben der Landeshauptstadt Düsseldorf, in der es sogar das sogenannte „Maghreb-Viertel“ gibt, zählen in Nordrhein-Westfalen unter anderem Dortmund (3615), Köln (2390), Wuppertal (2255), Aachen (2075) und Bonn (1595) zu den Städten mit der größten Community von marokkanischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern.
Auch in den Ruhrgebietsstädten Essen (1700), Duisburg (1085), Mülheim (395) und Oberhausen (300) leben viele marokkanischstämmige Menschen. Im Kreis Wesel gibt es 450 Mitbürgerinnen und Mitbürger mit der marokkanischen Staatsbürgerschaft, im Kreis Kleve sind es 240. Alle Daten sind der Datenbank des Statistischen Landesamtes entnommen und beziehen sich auf das Ende des vergangenen Jahres.
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