21 Uhr, 22 Uhr, ja sogar um Mitternacht und um 3 oder 4 Uhr morgens: Durch die Zeitverschiebung zwischen Europa und Amerika beginnen viele WM-Spieler hier zu ziemlich später Stunde. Echte Fußballfans wird das aber nicht davon abhalten, im Trikot mitzufiebern und seinen Favoriten anzufeuern. Und selbst wenn es nur zu Hause vor dem Fernseher ist: Gemeinsam macht Jubeln doch immer noch am meisten Spaß.
Eine Verordnung der Bundesregierung erlaubt sogar Lärm-Schutzausnahmen. So soll es für Städte leichter werden, Public-Viewing-Veranstaltungen trotz der Zeitverschiebung zu genehmigen. Gelten diese Ausnahmen auch für Fußballfans, die mit ihren Freunden auf der Couch mitfiebern? Darf es während der WM daheim auch lauter zugehen als normalerweise?
Nachtruhe gilt auch während der WM 2026
„Die Sonderregelung gilt nicht für den privaten Bereich. In den eigenen vier Wänden gilt die strenge Nachtruhe wie bisher“, macht Erik Uwe Amaya, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland Ruhr im Gespräch mit unserer Redaktion deutlich. Die Nachtruhe gilt in Deutschland von 22 Uhr bis 6 Uhr. In dieser Zeit darf es nicht zu unverhältnismäßigem Lärm kommen, der den Schlaf anderer Personen stören kann. Lautes Jubeln könnte da also zum Problem werden.
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Darüber hinaus gibt es auch eine Sonntagsruhe von 0 bis 24 Uhr. „Eine Mittagsruhe an den übrigen Tagen ist gesetzlich nicht vorgegeben, kann aber in Satzungen der Kommune geregelt sein.“ Zu den festgelegten Ruhezeiten sollte das Rudelgucken die Grenze von 40 Dezibel nicht überschreiten, rät Amaya.
Zu laut gefeiert: Das kostet der Verstoß
Doch eine Fußball-Weltmeisterschaft gibt es eben nur alle vier Jahre, da wird der ein oder andere Fan schnell mal emotional oder laut. Sollte das allerdings die Nachtruhe der Nachbarn stören, gibt es zwar keine rote Karte, „dafür muss man aber laut Bußgeldkatalog mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro rechnen“, sagt der Volljurist.
Mieter müssen außerdem mit einer Abmahnung des Vermieters rechnen. Treten die Lärmbelästigungen mehrfach auf, kann auch eine ordentliche, im Ernstfall sogar eine fristlose Kündigung drohen. Wer also ein paar leidenschaftliche Fußballer einlädt, sollte am besten vorher das Gespräch mit den Nachbarn suchen, empfiehlt der Verbandsdirektor. „Dann können sich die Nachbarn auf die Fußballspiele einstellen und rechtzeitig die Fenster schließen“ – oder man schaut die Spiele seiner Lieblingsmannschaft gleich mit den Nachbarn zusammen.



