Roland hat sich als Krankenpfleger stets um andere Menschen gekümmert, doch jetzt ist er selbst dringend auf Hilfe angewiesen. Der 63-Jährige hat Blutkrebs – und nur eine Stammzellenspende könnte sein Leben retten. Die Diagnose vor rund einem Jahr war für die ganze Familie ein Schock. Roland hatte sich zuvor träge, schlapp, antriebslos gefühlt, „und er hat nicht viel Luft bekommen, wenn er spazieren gegangen ist“, erzählt Sohn Tim. Nach einigen Untersuchungen teilten ihm die Ärzte schließlich mit, dass er eine chronische Leukämie habe. Zur Erklärung: Eine chronische Leukämie schreitet langsamer voran als eine akute Leukämie. Roland, seine Frau und die beiden Söhne schöpften wieder Hoffnung.
Doch innerhalb weniger Monate verschlechterten sich die Werte. „Er hatte Fieber, wie bei einem Infekt“, erzählt Tim. Sein Vater musste immer wieder ins Krankenhaus, bekam regelmäßig Bluttransfusionen – „damit er sich überhaupt fit fühlte“, sagt er. Kurz darauf war klar, dass sich aus der chronischen eine akute Leukämie entwickelt hatte. Deshalb startete im Dezember direkt die Behandlung, doch schon an Weihnachten stand fest: Die Chemotherapie schlug nicht an. „Nur eine Stammzellenspende kann jetzt noch helfen“, betont Tim. Deshalb hat die Familie gemeinsam mit der DKMS eine Registrierungsaktion organisiert: Am Sonntag, 9. März, von 12 bis 16 Uhr können sich gesunde Menschen zwischen 17 und 55 Jahren im Regenbogensaal der Katholischen Pfarrgemeinde St. Lambertus Breyell, Am Kastell 5 in Nettetal, oder online unter www.dkms.de/roland registrieren lassen.
Hochzeit im Sommer: „Mein größer Wunsch ist, dass Papa dabei ist!“
Die Registrierung geht einfach und schnell: Mithilfe von drei medizinischen Wattestäbchen und einer genauen Anleitung sowie einer Einwilligungserklärung kann jeder und jede nach Erhalt des Sets selbst einen Wangenschleimhautabstrich vornehmen und anschließend per Post zurücksenden, damit die Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Wie einfach es ist, ein Leben zu retten, hat die Familie übrigens schon einmal erlebt. Die Freundin von Rolands zweitem Sohn, Tims älterem Bruder, konnte vor einigen Jahren bereits Stammzellen spenden und so einer Person eine Chance aufs Überleben schenken. Das macht Hoffnung, wobei, fügt Tim hinzu, „die Hoffnung stirbt bei uns sowieso zuletzt.“ Sie haben als Familie noch so viel vor: Im Sommer heiratet Tim, „und mein größter Wunsch ist, dass Papa dabei ist!“


