Jede dritte Unterrichtsstunde fällt aus, Lehrer sind über Wochen krank, Klassenräume wirken wie leergefegt. Die Grippewelle 2025 ist besonders heftig, viele Kinder kamen sogar ins Krankenhaus. Viren und andere Krankheitserreger werden über die Luft übertragen. Das weiß man schon lange. Was wir atmen, war vorher bereits in ein paar anderen Lungen. Und das ist der Grund, warum die Ansteckungsgefahr in schlecht gelüfteten Klassenräumen oder auch im Büro besonders hoch ist.
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Luftfilter, das haben Studien gezeigt, können richtig dimensioniert und mit intakten Hepa-Filtern das Ansteckungsrisiko erheblich reduzieren. Doch leider stehen die Geräte, die zur Corona-Pandemie angeschafft worden sind, auch während der heftigsten Grippewelle seit Jahren ungenutzt herum. Absurd, dass sie jetzt Lagerkosten verursachen, verrückt, dass die Wartung offenbar zu teuer ist. Das ist ungefähr so, als hätte man sich zur Anschaffung eines Waschbeckens durchgerungen, doch jetzt fehlte bedauerlicherweise das Geld für Wasser und Seife.
Luftfilter helfen auch gegen Feinstaub
Überall, wo sich Menschen in Innenräumen aufhalten, muss Lufthygiene zum Standard werden. Das geht bei neuen Gebäuden naturgemäß besser als bei alten. Doch mobile Luftfilter können dazu beitragen, die Luftqualität erheblich zu verbessern. Übrigens auch in Sachen Feinstäuben, denn wo Schulen und Kitas stehen, fahren fast immer auch Autos und sind Holzöfen in der Nähe. Anfang des Jahres hat mein Kollege Jürgen Polzin über erschreckende Feinstaubbelastungen in NRW berichtet.
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Vorschlag: Die Geräte werden aus ihren Lagerstätten geholt und die vielleicht etwas zu hastig geschlossenen Wartungsverträge kritisch überprüft. Die Marktpreise für beides dürften inzwischen deutlich niedriger sein als zur Hochphase der Pandemie. Dass die klammen Kommunen dabei vom Land, das die Luftfilter einst bezahlt hat, unterstützt werden, sollte selbstverständlich sein. Auch Luftfilter sind Infrastruktur.



